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Offshore-Windparks: Bremerhaven will nationales Zentrum werden

Offshore Windparks sollen neue Aufträge für die Bremischen Häfen bringen
© Foto: dapd/EnBW Energie

Bis 2014 entsteht ein neuer Spezialterminal für Offshore-Windkraftanlagen in Bremerhaven – Rund 200 Millionen werden investiert


Datum:
13.12.2010
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Bremen. Bremerhaven soll sich zu einem nationalen Zentrum der Windenergie entwickeln. Das ist das strategische Ziel, das sowohl der Senat als auch die private Hafenwirtschaft verfolgen. Eine zentrale Säule dieses neuen Tätigkeitsbereichs soll der künftige „Offshore Terminal Bremerhaven" (OTB) werden, der nach dem Willen des Stadtstaates bis 2014 fertiggestellt werden soll. Bremens Häfen- und Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) bewertete am Montag in der Weser-Stadt dieses Vorhaben „als das wichtigste Infrastrukturprojekt, das derzeit in den bremischen Häfen geplant wird".

Beim Bau des Terminals in Bremerhaven-Blexen will der Stadt-Staat völlig neue Wege der Finanzierung beschreiten, wie Stefan Woltering, Geschäftsführer bei Bremenports, der VerkehrsRundschau erklärte. Das Projekt solle durch einen privaten Investor verwirklicht werden. Das schließt damit auch die Infrastuktur – sprich: den Bau der 500 Meter langen Kaimauer – mit ein. Direkt an die Kaistrecke wird sich ein 25 Hektar großes Gelände anschließen. Denn auch die Offshore-Windkraft benötigt viel Fläche zum Aufstellen und Zwischenlagern der Komponenten.

Woltering: „Wir werden im Februar 2011 eine Investoren-Konferenz ausrichten, auf der weitere Details des Großvorhabens vorgestellt werden. Wir laden dazu Investoren aus allen Teilen der Welt ein." Darüber hinaus findet eine internationale Ausschreibung statt. Bis Anfang 2012 rechnet man bei Bremenports damit, den geeigneten Investor, der auch der Betreiber des OTB werden kann, gefunden zu haben. Bis dahin werde auch der Planfeststellungsbeschluss vorlegen. Das Verfahren dazu werde 2011 auf den Weg gebracht. Woltering geht von einem Gesamt-Investitionsvolumen von rund 200 Millionen Euro aus. Der von Bremen angestrebte Finanzierungsweg könnte dabei durchaus Modellcharakter für andere Häfen haben, sagte Woltering weiter.

In Bremerhaven selbst sind schon jetzt zahlreiche Hersteller von Teilen für Windkraft-Energie sowie auf dieses Segment spezialisierte Ingenieurbüros ansässig.

BLG will sich als Betreiber bewerben

Die BLG Logistics Group sieht im Thema Offshore ein vielversprechendes Betätigungsfeld, wie Vorstandschef Detthold Aden betonte. „Wir werden uns als Betreiber des künftigen OTB bewerben", sagte er. Kein Thema sei es, als Investor für das Gesamtvorhaben aufzutreten. Das Unternehmen hat inzwischen eine eigene Spezial-Logistikfirma gegründet. Sie hat mittlerweile einen „strategisch wichtigen Beratungsvertrag" vom schwedischen Energiekonzern Vattenfall erhalten. Es geht um „die Optimierung der Logistikkette zwischen dem Siemens-Werk in Dänemark und dem dänischen Nordseehafen Esbjerg". Mit RWE Innogy arbeitet die BLG-Containertochter Eurogate zusammen. Dabeit hat sie Flächen am Containerterminal I, die unterausgelastet sind, vermietet. Auf diesen Flächen werden derzeit Großbauteile für den Offshore-Windpark „Nordsee-Ost" zwischengelagert und weiterverladen werden. Auch im Logistikcenter Bremerhaven hat die BLG Logistics Group Hallenflächen für Offshore-Komponenten vermietet.

Auf das Pferd Offshore setzen auch die Häfen in Schleswig-Holstein. In Rendsburg wurde heute die „Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH" vorgestellt. Es geht darum um eine Art koordinierter Arbeitsteilung zwischen verschiedenen Häfen, darunter zahlreichen kleinen Standorten bei der Errichtung sowie der Versorgung und Wartung der in der Nordsee geplanten Windparks zu kommen. Bis 2020 sollen allein in der Nordsee 30 Windparks entstehen. (eha) 

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