Trotz der ablehnenden Haltung von EU-Verkehrskommissarin Loyola de Palacio strebt Österreich de facto eine Verlängerung des Transitvertrages an. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel wünscht sich, dass die derzeit gültigen Regeln bis zur Umsetzung der neuen Wegekosten-Richtlinie in Kraft bleiben. Diese Forderung sandte der Bundeskanzler schriftlich an die Staats- und Regierungschefs aller EU-Mitglieder. Bei Frankreich ist dieser Wunsch bereits auf fruchtbaren Boden gefallen. Transportminister Jean-Claude Gayssot versicherte der österreichischen Außenministerin Benita Ferrero-Waldner anlässlich ihres Besuches in Paris in der Vorwoche, dass zwischen den beiden Ländern eine "Interessengemeinschaft" hinsichtlich des "Transits in sensiblen Bergregionen" bestehe. Gayssot betrachtet zwar das ökopunkte-System nicht als Ideallösung, eine Mehrbelastung Österreichs durch Transit-Lkw müsse aber verhindert werden. (vr/rv)
Österreich sucht Transit-Verbündete
Frankreich kündigt Interessengemeinschaft der beiden Länder an