Wien. Rund 50.000 GO-Boxen (Bordgeräte für die österreichische Lkw-Maut) wurden bisher beim Mautbetreiber Europpass bestellt. Der Bedarf wird allerdings auf 410.000 Geräte geschätzt. Die meisten europäischen LKW-Halter haben bisher ignoriert, dass ihre Fahrzeuge auf österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen ab 2004 mit einer GO-Box ausgestattet sein müssen. Wer sich Hoffnungen macht, das österreichische Mautsystem werde ohnehin nicht rechtzeitig funktionieren, dürfte enttäuscht werden. Der Probebetrieb läuft bisher erfolgreich, und Mitte November wird Verkehrsminister Hubert Gorbach voraussichtlich grünes Licht für den Mautstart am 1. Januar geben. Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Höchstgewicht ohne GO-Box dürfen in Österreich ab diesem Zeitpunkt nur noch Nebenstraßen benützen. Alternativen zur Bezahlung der Maut sind nicht vorgesehen. Eine hundert Mann starke Kontrolltruppe soll dafür sorgen, dass die Mautbestimmungen auch eingehalten werden. (vr/rv)
Österreich-Maut: Bordgeräte sind Ladenhüter
Bisher erst 50.000 GO-Boxen bestellt – Bedarf auf 410.000 geschätzt