Berlin. Dies würde den Preis für einen Liter Superbenzin auf rund 1,50 Euro treiben. „Da der Markt insgesamt sehr angespannt ist, wirken die derzeitigen Spekulationen weiter preistreibend“, sagte die DIW-Expertin Claudia Kemfert am Freitag in Berlin. Sollten sich die geopolitischen Unsicherheiten in Nordkorea und vor allem im Iran verschärfen, könnten die Preise sogar in Richtung 85 Dollar je Barrel klettern. „Die Gründe sind die zu erwartenden Hurrikane, die zu Ölproduktionseinbußen führen könnten, die beginnende Reisesaison, die erfahrungsgemäß zu steigender Nachfrage, vor allem seitens der USA in Europa führt und damit die Öl- und Benzinpreise nach oben treibt.“ Der Ölpreis hat sich am Freitag trotz der leichten Entspannung am Vortag in Reichweite der neuen Rekordmarke gehalten. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August kostete am Morgen 74,82 Dollar. Das waren 32 Cent weniger als am Vortag. Weltpolitische Spannungen und eine kräftige Benzinnachfrage hatten den Ölpreis am Mittwoch mit 75,40 Dollar auf einen neuen Rekordstand getrieben. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 73,85 Dollar und damit 23 Cent weniger als am Vortag.
Öl-Preis: 80 Dollar schon nächste Woche möglich
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hält beim Ölpreis bereits in der kommenden Woche das Erreichen der 80-Dollar-Marke je Barrel für möglich.