Wien. Keine gute Zeiten für den österreichischen Anbieter der Rollenden Landstraße (Rola), Ökombi: Die Nachfrage nach den Transporten mit der Bahn hat in den ersten vier Monaten dieses Jahres empfindlich nachgelassen. Besonders auffällig ist der starke Einbruch auf der Rollenden Landstraße zwischen Wörgl und Trento in Italien: Hier sind 50 Prozent weniger LKW auf die Schiene gekommen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ökombi, eine Tochter von Rail Cargo Austria (RCA), hat auf die sinkende Nachfrage bereits reagiert und die Zahl der täglichen Rola-Züge auf 54 Abfahrten zurückgeschraubt. In Hochzeiten wie beispielsweise im Jahr 2008 oder 2010 waren es 84 bzw. 74 Züge pro Tag. Die Gesamtbilanz für die ersten vier Monate fällt entsprechend negativ aus: Nur noch 89.000 LKW haben den Service genutzt, damit wurden 23.000 weniger LKW transportiert als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das entsprecht einem Minus von 20 Prozent.
Über den Brenner hat Ökombi 25 Prozent beim Gesamtaufkommen eingebüßt und 19.000 LKW weniger abgefahren. Die Auslastung auf den drei Verbindungen Wörgl-Trento, Trento-Regensburg und Brenner-Wörgl lag bei 80 Prozent. Als Gründe für den Abwärtstrend sieht man bei Ökombi gleich mehrere: Ungarn hat die Kombi-Förderung gestrichen, was sich prompt auf die Rola Szeged-Wels auswirkte und die Nachfrage um 16 Prozent fallen ließ. Im Brenner-Verkehr ist der Wegfall des sektoralen Fahrverbots in Tirol zu spüren und die Streiks in Italien. Die wirtschaftliche Gesamtentwicklung sei ein weiterer Grund für den Rückgang, verlautet seitens Ökombi. Der Lichtblick: Die Verbindungen Maribor-Wels und Triest-Salzburg legten zwischen drei und 10 Prozent zu. (mf)