NOL: Hapag-Lloyd-Übernahme birgt Risiken

26.08.2008 17:16 Uhr
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Der Verkauf der TUI-Tochter Hapag Lloyd gestaltet sich schwierig (Bild: Hapag Lloyd)

Noch kein Übernahmeangebot für Hapag-Lloyd: Schlechte Marktsituation bringt Manager der Großreederei aus Singapur ins Grübeln

Hamburg. Die Reederei Neptune Orient Lines (NOL) aus Singapur hat einem Pressebericht zufolge ihr Kaufinteresse an der TUI-Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd relativiert. Sie galt bislang als ernsthafter Bieter. „Wir haben uns noch nicht entschieden, ob wir definitiv ein Angebot abgeben werden“, sagte NOL-Chef Ronald Widdows der Online-Ausgabe der Tageszeitung „Die Welt“. Der Manager sieht in Hapag-Lloyd keine einmalige Kaufgelegenheit für seinen Konzern, hieß es. Da sich das Umfeld in der Schifffahrtsbranche derzeit deutlich verschlechtere, erhöhe sich auch das Risiko eines solchen Zukaufs. „Der Markt geht gerade dramatisch runter, da wird es immer riskanter, ein integriertes Unternehmen wie Hapag-Lloyd zu kaufen“, sagte Widdows. An der generellen Entscheidung seines Konzerns, durch Zukäufe wachsen zu wollen, ließ er aber keinen Zweifel. „Wenn wir nicht jetzt etwas kaufen, dann machen wir es eben später“, bekräftigte der Manager Bis Ende September will der Verkäufer von Hapag-Lloyd, der Tourismuskonzern TUI, definitive Angebote für seine Schifffahrtstochter einholen. Im Oktober soll dann eine Entscheidung fallen. Neben NOL bemüht sich ein Konsortium aus Hamburger Kaufleuten um Hapag-Lloyd. Angeführt wird es vom Unternehmer Klaus-Michael Kühne. (dpa/sb)

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