Peking. Der drittgrößte japanische Autohersteller Nissan Motor Co. Ltd. hat am Donnerstag in Peking eine Partnerschaft mit der chinesischen Dongfeng Motor Corporation geschlossen. Mit einer Investition von 8,55 Milliarden Yuan (eine Milliarde Euro) gründet Nissan mit Dongfeng ein Joint Venture, an dem beide 50 Prozent Anteile halten. Neben der Nutzfahrzeugproduktion von Dongfeng soll das Gemeinschaftsunternehmen auch Passagierfahrzeuge unter der Marke Nissan in allen Größen herstellen. Es ist das erste chinesisch-ausländische Autounternehmen, das die volle Bandbreite von Lastwagen und Nutzfahrzeugen bis hin zu Passagierfahrzeugen produzieren wird. Bis zum Jahr 2006 wird ein Absatz von 550.000 Fahrzeugen angepeilt, darunter 330.000 Nutzfahrzeuge. Die Lastwagen und Busse werden in den bestehenden Werken von Dongfeng hergestellt. Hinzu kommen weitere 220 000 Autos, von Familienwagen bis zu mittelgroßen Limousinen und Geländewagen, die auch in bestehenden Dongfeng-Stätten produziert werden. In zehn Jahren wollen Nissan und Dongfeng eine Produktionskapazität von 900 000 Fahrzeugen erreichen. Bis 2006 will Nissan weitere 166 bis 250 Millionen Dollar in die chinesische Produktentwicklung stecken. Dongfeng gehört zu den drei großen chinesischen Autoherstellern und kooperiert bereits mit dem französischen Hersteller PSA Peugeot Citroen sowie der Honda Motor Co. in China. Für Nissan ist die Kooperation ein Aufbruch in den chinesischen Markt, wie Nissan-Präsident Carlos Ghosn sagte. (vr/dpa)
Nissan vereinbart Milliardenkooperation für Chinas Automarkt
Bis 2006 will das neue Gemeinschaftsunternehmen 330.000 Nutzfahrzeuge bauen