Zoetermeer. Das niederländische LKW-Transportgewerbe läuft Sturm gegen Pläne der niederländischen Regierung, die Mineralölsteuer auf Diesel heraufzusetzen. „Das ist eine völlig überflüssige Zusatzbelastung“, entrüstet sich Mich van der Harst, Präsident des größten niederländischen LKW-Verbandes TLN (Transport en Logistiek Nederland) in Zoetermeer. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten, verschärft durch extrem hohe Energiepreise, erwarte er eine Steuerpolitik mit Augenmaß und „nicht eine solche absurde Mineralölsteuererhöhung“. Van der Harst sieht das niederländische LKW-Gewerbe schon heute zur Steuer-Milchkuh degradiert. „Die Unternehmer bezahlen inzwischen jährlich rund 1,2 Milliarden Euro an Mineralölsteuer“, rechnete van der Harst vor. Hinzu kämen weitere 47 Millionen an Umweltschutz-motivierten Abgaben. Die Regierung erklärt, sie wolle mit der erneuten Mineralölsteuererhöhung den Individualverkehr verringern, um so die ehrgeizigen Emissionsziele aus dem Kyoto-Klimaschutzabkommen zu erreichen. Der TLN wiederholt in diesem Zusammenhang seine Forderung nach staatlichen Zuschüssen beim Kauf besonders umweltfreundlicher Nutzfahrzeuge (vr/eha)
Niederlande wollen Mineralölsteuer erhöhen
Transportgwerbe wehrt sich gegen zusätzliche Belastungen durch steigende Kraftstoffkosten