-- Anzeige --

Niederlande: Sammelklage gegen Lkw-Hersteller

Niederlande: Sammelklage gegen Lkw-Hersteller
Aus den Niederlanden drohen den Herstellern des Lkw-Kartells hohe Schadensersatzklagen
© Foto: Fotolia/vege

Den Herstellern drohen Schadensersatzforderungen von bis zu 250 Millionen Euro. Weitere Forderungen aus den Niederlanden könnten noch folgen.


Datum:
13.07.2017
Autor:
Julia Thomsen
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Amsterdam. Rund 3000 niederländische Spediteure haben eine Sammelklage gegen mehrere Hersteller des Lkw-Kartells wegen unerlaubter Preisabsprachen gestartet. Die Unternehmen fordern Entschädigungen von bis zu 250 Millionen Euro, weil sie jahrelang zu viel für die Fahrzeuge bezahlt hätten, teilten die Organisatoren der Klage, MKB-Claim, am Donnerstag in Amsterdam mit.

Die EU-Kommission hatte im vergangenen Jahr Geldbußen verhängt, weil Lkw-Hersteller über 14 Jahre hinweg unter anderem Verkaufspreise für Lastkraftwagen abgesprochen hatten. Daimler, Iveco, DAF und Volvo/Renault wurden zu einer Rekordstrafe von knapp 2,93 Milliarden Euro verdonnert. Die VW-Tochter MAN kam als Hinweisgeber straffrei davon, was sie aber nicht vor Schadenersatzforderungen schützt. Gegen die VW-Tochter Scania liefen die Ermittlungen weiter.

24.000 Lkw von Kartellpreisen betroffen

Auch in Deutschland hatten im Frühjahr mehr als 200 mittelständische Spediteure eine Schadenersatzforderung angekündigt, auch wenn es hier nicht die Möglichkeit zu echten Sammelklagen wie in anderen Staaten gibt. Sie wollen rund 100 Millionen Euro von den Herstellern. Daimler hatte dem Vorwurf der Preisabsprachen damals widersprochen und mitgeteilt, man werde sich entschieden gegen unberechtigte Forderungen verteidigen.

MKB-Claim beziffert den Schaden auf 10.000 bis 16.000 Euro pro Lkw. Die bislang 3000 an der Klage beteiligten Spediteure hatten insgesamt 24.000 Lkw gekauft. MKB-Claim strebt einen gerichtlichen Vergleich mit allen Herstellern an. Auch der Interessensverband der niederländischen Spediteure will im Namen von 900 Unternehmen Schadenersatzforderungen stellen. (dpa)

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.