Das Stimmungsbarometer im niederländischen Speditions-und Transportgewerbe ist in den Keller gerutscht. Danach beurteilt eine Mehrzahl der Unternehmen die wirtschaftlichen Aussichten für das laufende Geschäftsjahr ungünstig, teilte der niederländische Lkw-Verband TLN (Transport en Logistiek Nederland) jetzt mit. Das gelte vor allem für den grenzüberschreitenden Güterkraftverkehr. Grundlage dieser Einschätzung ist die Auswertung des Quartalsberichtes für den ersten Dreimonatszeitraum 2001. Bestimmend für das Urteil der befragten Unternehmer waren die Umsatzeinbußen im Verkehr mit Belgien, Deutschland und dem bislang wachstumsstarken Markt Osteuropa. Zudem hätten die Maul- und Klauenseuche in den Niederlanden sowie die unter Druck stehende niederländische Exportwirtschaft ihre Spuren hinterlassen. Große Sorgen bereitet dem Gewerbe die Entwicklung bei den Personalkosten. Diese seien im Berichtsraum besonders drastisch gestiegen, Ausdruck für den weiter bestehenden Mangel an Fachkräften. Dagegen seien die Treibstoffkosten, die das gesamte Jahr 2000 kostenbestimmend waren, im Berichtszeitraum geringer gestiegen, hieß es. (vr/eha)
Niederlande: Gewerbe unzufrieden mit der Lage
Quartalsbericht der ersten drei Monate für das Jahr 2001 läßt in eine düstere Zukunft blicken.