Zwischen dem anhaltenden Trend zum Outsourcing und der Zunahme von Ladungsschäden besteht für den holländischen Verlader- und Logistik-Verband EVO (Zoetermeer) ein direkter Zusammenhang. Eine aktuelle Untersuchung, basierend auf dem Datenmaterial von 1500 Industrie- und Handelsfirmen, zeigt: Betriebe, die ihren Werkverkehr aufgaben, haben zwei- bis dreimal mehr mit Transportschäden zu tun haben als Firmen, die weiter Werkverkehr betreiben. 81 Prozent der Befragten gab für die zurückliegenden drei Jahre Ladungsschäden zu Protokoll. Die Schadensursachen: Schlechte Beladung, mangelnde Verpackung oder Unachtsamkeiten beim Entladen. Die Versicherungen spielten bei der Abwicklung der Ladungsschäden nicht immer mit, so die EVO. Häufig seien Haftungsrisiken in den Policen ausgeschlossen. Das würde den betroffenen Unternehmen aber erst im konkreten Schadensfall bewusst. Die EVO rät dazu, beim Vertragsabschluss auf Haftungsausschlüsse zu achten, also das Kleingedruckte besser zu lesen. Auch sollten die Transportpartner genauer ausgesucht werden.
Niederländische Verlader-Verband EVO: Werkverkehr schützt Ladung besser
Betriebe ohne eigenem Werkverkehr haben bis zu dreimal mehr Transportschäden