Niederländische Trucker in Not

27.11.2001 17:00 Uhr

Containerreedereien kürzen Rechnungen, um Kosten beim Containervor- und –nachlauf einzusparen

In Holland greifen immer mehr Auftraggeber von Transporten zum Rotstift, wenn sie die Frachtrechnung der Container-Trucker erhalten. Von einseitigen Kürzungen der Rechnungen im ein- bis zweistelligen Prozentbereich berichtet die Allianz der Seecontainer-Transporteure aus Rotterdam, nachdem sich immer mehr Betriebe an die Vereinigung mit ihren Nöten gewandt haben. Die Organisation ist Bestandteil des größten niederländischen Lkw-Verbands TLN (Transport en Logistiek Nederland). Vor allem die großen Containerreedereien greifen zu diesen rigiden Maßnahmen. Begründung: Weil die Seefrachtraten unter Druck stehen, müssten sie Kosten beim Containervor- und -nachlauf einsparen. Sowohl bei der Trucker-Allianz als auch beim TLN ist man über diese Vorgehensweise verbittert. Doch beiden Organisationen sind die Hände gebunden. "Wir sitzen natürlich nicht auf dem Sessel des Unternehmers", so TLN-Sprecherin Clarisse Buma gegenüber der VR. Der konkrete Rat an die Unternehmer lautet: Hart bleiben und die einseitige Frachtkürzung nicht einfach schlucken. Die Margen der Fuhrleute seien so gering, dass Frachtkürzungen an die Substanz der Betriebe gingen. Allein 2001 würden die Kosten der Container-Trucker um rund 3,3 Prozent steigen. Für 2002 werde mit einem ähnlichen Kostenanstieg gerechnet. (vr/eha)

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