Wettbewerbsverzerrende Elemente erkennt der niederländische Lkw-Verband TLN (Transport en Logistiek Nederland) in der von der Bundesregierung verabschiedeten Lkw-Maut. Aus dem Maut-Einnahmetopf soll auch die Infrastruktur der Wettbewerbsverkehrsträger Bahn und Binnenschiff bezuschusst werden, so der TLN. Dabei würden beide Verkehrsträger nur zu einem Bruchteil beziehungsweise gar nichts zu den Kosten der von ihnen beanspruchten Infrastruktur bezahlen. Der TLN hart: "Damit leistet die deutsche Bundesregierung der Wettbewerbsverzerrung Vorschub." Hingegen decke der Güterkraftverkehr schon heute das Vielfache seiner Kosten für den Bau, den Unterhalt und den Betrieb der Autobahnen. Der TLN kritisiert überdies die Höhe der deutschen Maut. Er rechnet mit einer Steigerung der Transportkosten für niederländische Verkehrsdienstleister. Sie dürften sich in der Größenordnung von zehn bis 15 Prozent bewegen. Schon jetzt stehe fest, dass die Transport- und Speditionsbetriebe diese Kosten an ihre Auftraggeber weiterreichen müssten. (vr/eha)
Niederländer werfen Berlin Wettbewerbsverzerrung bei der Maut vor
Bahn und Binnenschifffahrt werden nicht berücksichtigt