Nicht abstürzen!

13.01.2015 14:41 Uhr
Wer richtig vorgeht, kann nach einem Ausbildungsabbruch eine Bruchlandung vermeiden.

Eine Ausbildung abzubrechen, ist definitiv kein Zuckerschlecken. Wie Sie eine Bruchlandung vermeiden, erfahren Sie hier.

München. Ein großes Abenteuer sollte es werden, eine der wichtigsten und schönsten Phasen in Ihrem Leben – die Ausbildung. Sehnsüchtig haben Sie darauf gewartet, dass es endlich losgeht? Und heute können Sie es kaum erwarten, dass es vorbei ist ... Aber was tun, wenn sich die Ausbildung zu einem Desaster entwickelt, man überhaupt nicht mit Chef und Kollegen kann? Wer sich dafür entscheidet – und diese Entscheidung sollte wohl überlegt sein – seine Ausbildung abzubrechen, dem steht sicherlich eine nicht ganz einfache Zeit bevor. Was man in jedem Fall beachten sollte, erfahren Sie hier.

  • Rat einholen: Aus einer Laune heraus, weil einem der Chef oder die Arbeit mal auf die Nerven geht, die Ausbildung hinzuwerfen, ist definitiv keine gute Idee! Wer seine Ausbildung abbricht, sollte das aus wirklich ernsten Gründen tun. Wenn man bemerkt, dass die gewählte Fachrichtung wirklich nicht zu einem passt oder man sich in seinem Umfeld überhaupt nicht wohlfühlt, kann es allerdings durchaus Sinn machen, sich Alternativen zu überlegen und zu handeln. Reden Sie vorher mit Chef, Kollegen, Berufsberatern, Freunden und Familie darüber, was Sie bewegt, ärgert und belastet. Oft hilft es, wenn jemand Außenstehendes eine Situation betrachtet, um einem die Augen zu öffnen.
  • Fristen einhalten: Auch Azubis müssen sich an die vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen halten. In der Regel gilt eine zweiwöchige Frist innerhalb der Probezeit. Ist diese abgelaufen, muss man triftige Gründe für eine Kündigung vorweisen können.
  • Zügig entscheiden: Wer zu Beginn der Ausbildung kündigt, hat noch die Chance, woanders eine Ausbildung zu beginnen. Offene Stellen nach Ausbildungsbeginn erfährt man bei den zu­ständigen Handels- und Handwerkskammern. Wer noch unterkommen möchte, muss natürlich zeitnah handeln!
  • Überlegen, was man will: Hat einem die Ausbildung an sich nicht gefallen oder eher das Umfeld? Diese Fragen sollte man in Ruhe für sich beantworten und dann entscheiden, ob man eine andere Ausbildung absolvieren will oder die gleiche, aber eben bei einem anderen Unternehmen. Alternativ können junge Leute auch ihre schulische Laufbahn fortsetzen oder als ungelernte Kräfte ihr Glück versuchen ... Allerdings spricht der Ausbildungsabbruch eher für mangelndes Durchhaltevermögen.
  • In die Gänge kommen: Hat man sich entschieden, wo die Reise hingehen soll, muss man aktiv werden: Stellenanzeigen durchforsten, Bewerbungen schreiben, sich bei Weiterbildungseinrichtungen einschreiben oder, oder, oder ... Informieren kann man sich unter anderem bei den zuständigen Kammern oder bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit.
  • Leerzeiten sinnvoll nutzen: Bis es mit Schule oder Ausbildung weitergeht, kann man die Zeit perfekt für Praktika, Sprachkurse & Co. verwenden. (ts)

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