Neues Abfertigungsgebäude für Stena Line

28.10.2008 17:24 Uhr
Schwedenkai
Stena Line baut ein neues Terminal- und Abfertigungsgebäude am Schwedenkai (Bild: Arndt)
© Foto: Arndt

Hafen Kiel investiert rund 16 Millionen – Altes Gebäude wird in zwei Jahren abgerissen

Kiel. Der Hafen Kiel soll ein neues Wahrzeichen bekommen. Am 28. Oktober erfolgte im Fördehafen in Anwesenheit von rund 100 Gästen der symbolische erste Spatenstich zum Bau des neuen Schwedenkais-Abfertigungsgebäudes. Es ist vor allem für den Fracht- und Passagierfähren der Stena Line bestimmt. Der schwedische Reederei-Konzern richtete 1967 einen regelmäßigen Linienverkehr zwischen der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt und der südwestschwedischen Hafen- und Industriestadt Göteborg ein. Es zählt damit seitdem zu den wichtigsten Kunden des Hafens Kiel. Das neue Terminal- und Abfertigungsgebäude entsteht auf dem Gelände des heutigen Schwedenkais, einer Fläche, die vor rund 30 Jahren aufgespült wurde. Trotz zwischenzeitlich erfolgter Modernisierung genügt das 1982 in Betrieb genommene Terminalgebäude nicht mehr den Anforderungen eines zeitgemäßen Abfertigungsbetriebes. „Im Winter ist es in den Räumlichkeiten zu kalt und im Sommer zu heiß“, brachte es Ulrich Kock, Stena Line-Deutschland-Geschäftsleitungsmitglied gegenüber der VerkehrsRundschau auf den Punkt. Neben den Mitarbeitern würden auch die Kunden, Passagiere und LKW-Fahrer, Nutznießer der neuen Räumlichkeiten werden. Zwar prüft das Unternehmen und der Immobilieneigentümer Seehafen Kiel, ob sich eine erneute Modernisierung der Altsubstanz noch rechnen würde. Am Ende stand fest: Die Maßnahme ist zu teuer und bringt nicht den gewünschten Effekt. Der neue Abfertigungskomplex wird als Hafenhochhaus gebaut. Zwölf Stockwerke werden entstehen und liefern damit rund 12.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Im Dezember 2009 soll die Einweihung erfolgen, im darauf folgenden Frühjahr wird das alte Gebäude dann abgerissen. „Es gibt eine intensive Nachfrage nach modernen, qualitativ hochwertigen Büros direkt am Wasser“, erklärte Seehafen-Kiel-Sprecher Ulf Jahnke der VerkehrsRundschau. Das neue Gebäude dient neben dem wichtigen Hafenkunden Stena Line auch dem stark wachsenden Kreuzfahrtgeschäft in Kiel. 2007 hatte der Hafen erst ein neues Kreuzfahrterminal für rund 30 Millionen Euro hochgezogen, das sich nur wenige hundert Meter entfernt vom Schwedenkai befindet. Die Baukosten für das markante Hafenhochhaus sind auf rund 16 Millionen Euro veranschlagt. Das Land Schleswig-Holstein beteiligt sich auch an den Gesamtkosten des Vorhabens. „Der neue Schwedenkai wird unsere Wettbewerbsposition im Fährverkehr nach Westschweden sowie im Marktsegment Kreuzfahrt weiter stärken“, ist Hafenchef Dirk Claus überzeugt. Stena Line beförderte 2007 rund 472.000 Passagiere sowie etwas mehr als 951.000 Tonnen auf der Strecke Kiel-Göteborg. Zum Einsatz kommen die beiden Fracht- und Passagierfähren „Stena Germanica“ und „Stena Scandinavica“. Sie benötigen rund 14 Stunden für eine Strecke. (eha)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.