Neue Treibgas-Stapler von Linde

16.04.2009 13:34 Uhr
Linde-Stapler
Neue Linde-Treibgasstapler für schwere Lasten
© Foto: Linde

Seit März 2009 sind die Treibgas-Stapler Linde „H50T“ bis „H80T“ auf dem Markt

Aschaffenburg. Vor einem Jahr gingen die größten Modelle der verbrennungsmotorischen Staplerbaureihe Linde „39x“ mit Tragfähigkeiten von 5 bis 8 Tonnen an den Start. Seit März 2009 sind die Treibgas-Versionen Linde „H50T“ bis „H80T“ auf dem Markt. Die neuen 5 bis 8-Tonnen Treibgasstapler werden durch BMF-Saugmotoren von Volkswagen angetrieben. Der 6-Zylinder Reihenmotor verfügt über eine Motorleistung von 68 Kilowatt, das maximale Drehmoment von 300 Newtonmetern. Serienmäßig ist in den Treibgasstaplern ein geregelter Katalysator verbaut. Das elektronische Motormanagement sorgt laut Hersteller dafür, dass sich der Motor im optimalen Leistungsbereich befindet und möglichst kraftstoffsparend fährt. Je nach Tragkraftklasse und geordertem Hubmast sind Hubhöhen zwischen 2750 Millimetern und 8670 Millimetern möglich. Mit den neuen Treibgasmotoren sinken die Geräuschwerte der bis zu 12 Tonnen schweren Stapler um zirka 3db(A), wodurch sich das Einsatzspektrum in Hallen oder geräuschsensiblen Bereichen erweitert Für die Hebe- und Neigefunktionen des Hubmastes kommt wie bei den Dieselstaplermodellen derselben Baureihe eine von Linde selbst entwickelte Axialkolben-Verstellpumpe zum Einsatz. Sie vermag ein größeres Ölvolumen pro Umdrehung zu fördern und sorgt für höhere Hub- und Senkgeschwindigkeiten des Hubmastes bei niedrigen Motordrehzahlen. Dadurch würden die Stapler nicht nur weniger Kraftstoff verbrauchen, sondern es sinke auch der Geräuschpegel und das Hydrauliköl verschleiße langsamer. Um die Sicht zu verbessern, verfügen die Treibgasstapler, wie ihre Pendants mit Dieselantrieb, über ein neues Hubmastkonzept. Dazu gehören zum einen die obenliegenden Neigezylinder. Verschachtelte Hubmastprofile mit schmalen Profilblöcken und die sichtoptimierte Anbringung der Hubzylinder verbessern das Sichtfeld durch den Standardmast im Vergleich zur Vorgängerbaureihe um fast ein Fünftel, beim Triplexmast um 18 Prozent. Als weitere Komponente des Hubmastkonzepts sorgt die patentierte Torsionsstütze zusammen mit dem Torsionsgitter für hohe Verwindungssteifheit. Um für Anbaugeräte wie Mehrfachpalettenklammern, Rollenklammern oder Zinkenverstellgeräte eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit zu realisieren, wurde die dritte Zusatzhydraulik bei den aktuellen Treibgasstapler-Modellen als eigenständiger Kreislauf ausgeführt und die Literleistung der Zusatzhydraulik von 70 Litern auf 95 Liter erhöht. Eine vierte Zusatzhydraulik wird bei Bedarf über ein Magnetumschaltventil aktiviert. Die Treibgasstapler verfügen über zwei Tanks mit einem Füllvolumen von 112 Litern, wobei der untere überwacht wird und über Funk mit der Füllstandsanzeige im Display korrespondiert. Die Serviceintervalle betragen 1000 Betriebstunden. (sv)

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