PARIS. Seit dem heutigen frühen Morgen kommt es an gut 20 europäischen Grenzübergängen nach Frankreich zu Behinderungen. Ursache sind Blockademanöver zweier Berufsgruppen: des Hotel- und Gaststättengewerbes sowie der Möbel- und Umzugsspediteure. Beide wollen den Staat zu Verhandlungen über eine Absenkung des Mehrwertsteuersatzes von derzeit 19,6 auf 5,5 Prozent zwingen. Sie berufen sich auf das Vorbild der Straßengütertransporteure. Deren Grenzblockaden hätten gezeigt, dass man nur mit massivem Druck zum Ziel komme. Einbezogen in die Aktion sind zur Zeit folgende Übergänge: an der Westgrenze die Stellen Longwy (A 31, Ausfahrt 44 bei Thionville, und RN 52), Belfort (A 36, Mautstelle Fontaine), Ferney-Voltaire, der Alpentunnel bei Frèjus, der Montgenevre-Pass und Menton (A 8, Mautstelle Turbie); im Norden die Punkte Hirson (Ausfahrt in Richtung Belgien), Valenciennes (Autobahn), Saint-Omer (A 26, Mautstelle Wisque), Arras (Mautstelle auf der A 1), Boulogne-sur-Mer (A 16, Mautstelle Saint-Martin), Le Havre (Fähreausfahrt), Ouistreham (Fähreausfahrt), Cherbourg (Fähreausfahrt), Saint-Malo (Fähreausfahrt) und Roscoff (Fähreausfahrt); im Süden Hendaze (A 63, Grenzübergang nach Spanien), Luchon (RN 125, Ausfahrt Luchon in Richtung Spanien), Saint-Bèat (RN 125, Ausfahrt Saint-Bèat in Richtung Spanien), Ax-les-Thermes (RN 20, Ausfahrt Ax-les-Thermes in Richtung Spanien) und Le Perthus (A 9, Mautstelle Boulour). Die Dauer der Behinderungen ist ungewiss und hängt nach Mitteilung der Blockierer ausschließlich von der Reaktion der Regierung in Paris ab. (vr/jb)
Neue Grenzblockaden in Frankreich
Betroffen sind derzeit 20 Grenzübergänge