Neben den neuesten Technologien zählen Telematik und Logistik zu den zentralen Themen der 59. IAA Nutzfahrzeuge. Der Verband der Automobilindustrie (VDA), Veranstalter der Messe, erwartet rund 1200 Aussteller aus 42 Ländern, die ihre Produkte auf 200.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentieren werden. Bei der 58. IAA Nutzfahrzeuge, die wegen der Expo 2000 vor zwei Jahren abweichend in Frankfurt am Main stattgefunden hatte, waren es noch 1318 Aussteller aus 42 Ländern. Diese hatten die insgesamt 220.000 Quadratmeter Ausstellungsflächen in den Hallen und auf dem Freigelände belegt. Nach Angaben des Veranstalters sind damals über 240.000 Besucher nach Frankfurt gekommen. Weltweit beklagt die Nutzfahrzeugbranche derzeit einen Rückgang der Nachfrage nach Transportern, Lkw und Omnibussen. Von dieser weltwirtschaftlich ungünstigen Situation wird auf der diesjährigen IAA natürlich auch etwas zu spüren sein. Allerdings werde sich damit an der Bedeutung der IAA Nutzfahrzeuge als "internationaler Marktplatz für neueste Technologien und innovative Transportlösungen" nichts ändern, so VDA-Präsident Bernd Gottschalk. Auch für die großen Nutzfahrzeughersteller ist die gegenwärtige Konjunktureintrübung kein Grund zur Resignation "Wir bei DaimlerChrysler haben auf diese Situation rasch und umfassend reagiert und unsere Kapazitäts- und Kostensituation angepasst. Wir setzen jedoch vor allem auf die Entwicklung und Produktion neuer Produkte", sagt Eckhard Cordes, Nutzfahrzeugvorstand bei DaimlerChrysler. Im Mittelpunkt der IAA-Präsentationen stehen somit auch die mit neuesten technologischen Finessen ausgestatteten aktuellen Lkw- (Hallen 12, 14 bis 17 und Freigelände) und Transportermodelle (Hallen 12, 14 bis 16 und Freigelände), Anhänger und Aufbauten (Hallen 13, 27 und Freigelände), Reise- und Linienbusse (Hallen 11, 12, 14 bis 17). Über die Hälfte der Aussteller kommt aus dem Bereich der mit dem Nutzfahrzeug verbundenen Zulieferindustrie. Teile und Zubehör werden in den Hallen 11 bis 13, 26 und 27 sowie auf dem Freigelände präsentiert. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Logistiklösungen, Telematik und Fuhrparkmanagement (Hallen 11 und 12). Angebote aus den Bereichen Werkstattausrüstung gibt es in der Halle 25 und auf dem Freigelände zu sehen. Dienstleistung und Fachliteratur rund um das Nutzfahrzeug sind in den Hallen 12 und 14 bis 17 zu finden. Begleitet wird das Messegeschehen durch ein umfangreiches fachliches Rahmenprogramm. Hierzu zählen Kongresse, Workshops, Seminare, Podiumsdiskussionen und andere Fachveranstaltungen. Zu empfehlen ist beispielsweise das Symposium "Fiskalharmonisierung im europäischen Güterkraftverkehr – eine unendliche Geschichte?" am 16. September, in dem eine Bestandsaufnahme und ein Ausblick auf zehn Jahre Dienstleistungsfreiheit im europäischen Güterkraftverkehr unternommen wird. DAs Symposium "Kombinierter Verkehr in Europäischen Logistikketten" am 17. September setzt die Zukunft des Straßengüterverkehrs in enge Verknüpfung mit der Vernetzung der Verkehrsträger. Auch um Zukunftsperspektiven dreht sich alles auf dem 3. Europäischen Logistiktag, der sich am 19. September dem Thema Automobillogistik angenommen hat. Auch andere Fachveranstaltungen blicken vornehmlich in die Zukunft. Da geht es um die Konsequenzen der EU-Osterweiterung, die Nutzfahrzeugtechnik im Jahre 2015 oder den Ausbau des deutschen Autobahnnetzes. Über das aktuelle Geschehen auf der IAA informiert übrigens auch die Messezeitung, die in diesem Jahr von dem Verlag Heinrich Vogel aus München produziert wird. Die Messezeitung "Auto Aktuell" wird in einer Auflage von 25.000 Stück messetäglich mit den neuesten Nachrichten, Interviews und Hintergrundberichten erscheinen. Insgesamt sind acht Ausgaben geplant.
Morgen beginnt in Hannover die 59. IAA Nutzfahrzeuge
Unter dem Motto "Nutzfahrzeuge: Die bessere Lösung" steht die 59. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) Nutzfahrzeuge, die vom 12. bis 19. September auf dem Messegelände in Hannover stattfindet.