-- Anzeige --

Mord-Anklage gegen somalische Piraten angestrebt

Die Staatsanwaltschaft Hamburg will gegen zehn mutmaßliche Piraten Anklage wegen "versuchten gemeinschaftlichen Mordes" erheben
© Foto: ddp/David Hecker

Überfall auf MS Taipan: Hamburger Staatsanwaltschaft plädiert auf "versuchten gemeinschaftlichen Mord" / Haftrichter lehnt Ausweitung des Haftbefehls ab


Datum:
23.08.2010
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Hamburg. Die Hamburger Staatsanwaltschaft strebt gegen die zehn mutmaßlichen somalischen Piraten, die am Ostermontag den deutschen Frachter „MS Taipan" überfallen hatten, eine Anklage wegen „versuchten gemeinschaftlichen Mordes" an. Zu einem entsprechenden „Focus"-Bericht sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Bernd Mauruschat, am Samstag der Nachrichtenagentur dpa, dafür müsse aber als erster Schritt der bisherige Haftbefehl erweitert werden. Dies habe der zuständige Haftrichter in Hamburg in der vergangenen Woche jedoch abgelehnt. Die Staatsanwaltschaft habe vor dem Landgericht Beschwerde eingelegt.

Gegen die Somalier, die in Hamburg in Untersuchungshaft sitzen, besteht ein Haftbefehl wegen versuchten erpresserischen Menschenraubs in Tateinheit mit Angriff auf den Seeverkehr. Der jüngste Verdächtige ist laut einem Gutachter 15 oder 16 Jahre alt. Bei einer Verurteilung wegen dieser Straftaten drohen Höchststrafen von 15 Jahren.

Nach dem Überfall auf die „Taipan" hatte die niederländische Marine die zehn mutmaßlichen Seeräuber mit Waffengewalt überwältigt und festgenommen. Beim Schusswechsel mit den Piraten wurde ein niederländischer Marinesoldat verletzt. Die Seeräuber hatten das Schiff mit 15 Besatzungsmitgliedern, unter ihnen zwei Deutsche, nur wenige Stunden vorher geentert. Die Crew konnte per Funkspruch den EU-Marineeinsatzverband Atalanta alarmieren und sich an Bord verschanzen. Die Mannschaft blieb unverletzt. (dpa) 

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.