Montgenèvre-Pass-Sperrung: offizielle Begündung angezweifelt

25.10.2001 11:21 Uhr

Laut dem französischen Spediteursverband sollen Spediteure, die zusätzliche Wegekosten hatten, italienische Behörde auf Schadensersatz verklagen

Die von den italienischen Straßenbehörden Ende März verfügte Sperrung des Alpenpasses bei Montgenèvre ist vom neuen französischen Spediteursverband Organisation des transporteurs routiers européens (OTRE) kritisiert worden. Das berichtete das Pariser Fachblatt L'Officiel des Transporteurs. OTRE ist nach den letzten Straßenblockade-Aktionen unter Führung des Verbandes FNTR aus einer Abspaltung von diesem hervorgegangen. Die Vereinigung bestreitet die offizielle Begründung für die bis Ende Oktober geltende Maßnahme und erklärt, nicht etwa dringende Instandsetzungsarbeiten infolge von Erdrutschen seien der Hintergrund dafür, sondern die Absicht der italienischen Regierung, das LKW-Aufkommen im Straßenverkehr während der Sommermonate zu verringern. Zwar sei die Pass-Fahrbahn tatsächlich durch Erdbewegungen beschädigt gewesen, die entsprechenden Bauarbeiten hätten die Italiener aber schon Anfang Juli beendet. Jene Spediteure, denen durch die Sperrung zusätzliche Wegekosten entstanden seien, ruft der französische Verband dazu auf, gegen die italienische Behörde auf Schadensersatz zu klagen. Erwartet werden könnten umgerechnet rund 2.700 DM. (vr/jb)

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