Manama/Singapur. Das Marine-Einsatzkommando im Golf von Aden meldet Erfolge im Kampf gegen die Seeräuber aus Somalia. In dem Transit-Korridor, der von dem multinationalen Marineverband für die Durchfahrt des Seegebietes empfohlen wird, hätten Piraten im April kein einziges Schiff mehr kapern können, teilte das Einsatzkommando im bahrainischen Manama am Donnerstag mit. Außerhalb dieses Korridors habe es im gleichen Zeitraum zwar 19 Überfälle von Seeräubern gegeben, hieß es weiter. Doch nur drei Schiffe seien von den Piraten verschleppt worden. Dies sei deutlich weniger als im April vergangenen Jahres. Für die jüngsten Fortschritte im Kampf gegen die Seeräuber seien zwei Faktoren entscheidend, erklärte das Einsatzkommando: Die Patrouillen des Marineverbandes und die Selbstverteidigungs- Strategien, die von einigen Reedereien inzwischen eingeführt worden seien. Die Besatzungen, die einen Piratenangriff erfolgreich abgewehrt hätten, setzten nach Angaben der Militärs Wasserschläuche ein, sie erhöhten das Tempo, machten alle Luken dicht und wichen den Piratenbooten durch geschickte Manöver aus. Einige Handelsschiffe nehmen zur Abwehr von Piraten-Attacken inzwischen auch bewaffnete Sicherheitsteams an Bord. Die Überfälle von Piraten haben in den letzten Jahren weltweit zugenommen. Nach Zahlen des Schifffahrtsbüros der Internationalen Handelskammer gab es im vergangenen Jahr 406 Überfälle. Etwa die Hälfte aller Attacken ereignete sich vor der Küste Somalias. (dpa)
Militär meldet Erfolge im Kampf gegen Seeräuber
Im von der Marine empfohlenen Transit-Korridor wurde im April kein einziges Schiff mehr gekapert