Rostock. Im Schatten der weltweiten Rezession und sinkenden Umschlagzahlen haben Politiker und Branchenexperten am Montag in Rostock Wege aus der Krise gesucht. Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte den unter Druck geratenen deutschen Schiffbauern bei der 6. Nationalen Maritimen Konferenz Hilfen in Aussicht. Die große Koalition sei bereit, die Werften „im Rahmen ihrer Möglichkeiten“ zu unterstützen. Die CDU-Vorsitzende betonte jedoch: „Wir können als Politik die Werften nicht alleine durch die Krise führen.“ Auch die Reeder als Auftraggeber müssten in schwierigen Zeiten ihr Vertrauen bewahren. Merkel setzt zudem auf das nationale Hafenkonzept, welches den Ausbau der Hafenanbindungen vorantreiben soll. „Das nationale Hafenkonzept ist von großer Bedeutung“, sagte die Kanzlerin. „Wir müssen in die maritime Infrastruktur investieren“. Die Aufstockung der Investitionen für die Verkehrsinfrastruktur auf jeweils zwölf Milliarden Euro für die Jahre 2009 und 2010 sei ein wichtiger Bestandteil des Konjunkturpaketes der Bundesregierung. „Ich hoffe am Ende des Jahres können wir sagen, das stand nicht nur auf dem Papier, sondern wir haben diese Mittel wirklich verbaut“, sagte Merkel. (sb)
Merkel betont Bedeutung der maritimen Wirtschaft
Bundeskanzlerin besucht Nationale Maritime Konferenz in Rostock: Bessere Anbindung der Seehäfen an das Hinterland gefordert