Stralsund/Schwerin. Trotz der jüngsten Einbrüche im Frachtaufkommen will Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) den Ausbau der Seehäfen vorantreiben. Bei einem Besuch der Häfen von Stralsund und Vierow (Ostvorpommern) bei Greifswald stellte er am Samstag den Betreibern die Unterstützung des Landes in Aussicht. „Wir brauchen ein dichtes und leistungsfähiges Hafennetz im ganzen Land“, sagte der Minister laut Pressemitteilung. In Vierow sei im ersten Quartal 2009 mit 207.000 Tonnen Umschlag ein Spitzenergebnis erzielt worden. Es gebe nicht mehr genug Flächen für Investoren. In Stralsund sei dagegen der Umschlag im ersten Quartal um 25 Prozent gesunken. Zwischen den Jahren 2000 und 2008 hatte sich das Frachtaufkommen in der Hansestadt von 870.000 Tonnen auf über 1,4 Millionen erhöht. Umgeschlagen wurden vor allem Metallwaren für die maritime Industrie sowie REA-Gips aus Rauchgasentschwefelungsanlagen und Kalksteine für die Kraftwerksindustrie. In Vierow gehen vor allem Getreide und andere Agrargüter über die Kaikante. Die gegenwärtige globale Wirtschaftskrise muss nach Ansicht von Schlotmann dafür genutzt werden, die Wettbewerbsfähigkeit der Häfen zu verbessern und die Verkehrs- und Infrastruktur auszubauen. Im größten Seehafen des Landes in Rostock waren im vergangenen Jahr 28,6 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen worden. (dpa)
Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister will Häfen ausbauen
Schlotmann stellt Hafenbetreibern Unterstützung durch die Landesregierung in Aussicht