Mannheim. Die Mannheimer Innenstadt soll vom Jahr 2007 an für Dieselfahrzeuge, die nicht der Euro-3-Norm entsprechen, ganzjährig gesperrt bleiben. Dies geht aus dem Aktionsplan zur Schadstoffsenkung hervor, den die Stadt Mannheim und das Regierungspräsidium Karlsruhe am Dienstag vorstellten. Der Plan sieht insgesamt 23 Maßnahmen zur Schadstoffsenkung vor. Baden-Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) bezeichnete den Entwurf als „Chance, die Luftqualität an den Brennpunkten in Mannheim nachhaltig zu verbessern“. Die Fahrverbote betreffen die Mannheimer Innenstadt sowie vier weitere Stadtteile, die zur Kernstadt gehören. Von 2007 an soll dort die Durchfahrt für Dieselautos, die mehr als 50 Milligramm Feinstaub pro Kilowattstunde Leistung ausstoßen, verboten sein. Bei Lastwagen gilt eine Grenze von 100 Milligramm Feinstaub. Nach Angaben der Stadt sind davon rund 4100 Fahrzeuge in Mannheim betroffen. Der Lieferverkehr soll allerdings weiter in die Innenstadt fahren können. Ferner soll die Innenstadt durch den Bau einer Süd- und Westtangente und dem Anschluss der Landesstraße L 597 vom Mannheimer Stadtteil Seckenheim in Richtung Ladenburg sowie grüne Ampelwellen entlastet werden. Die Mannheimer Busflotte soll bis Ende 2006 komplett mit Rußpartikelfiltern ausgestattet werden, die 400 Dieselfahrzeuge des städtischen Fuhrparks ebenfalls. Welche Kosten auf die Stadt Mannheim für die Aufwendungen zukommen werden, wollte Umwelt- und Baubürgermeister Lothar Quast (SPD) nicht beziffern. Nach Angaben der Stadt wird eine Überschreitung des zulässigen Grenzwerts von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft an 35 Tagen im Jahr „im Spätjahr“ erwartet. Aktuell seien 28 Überschreitungen registriert worden. (dpa/sb)
Mannheim: Fahrverbot für Alt-Dieselfahrzeuge
Die Mannheimer Innenstadt soll ab 2007 für Dieselfahrzeuge gesperrt werden, die nicht der Euro 3-Norm entsprechen