Kopenhagen (dpa)- Der dänische Reedereikonzern A.P. Moeller-Maersk will sich mit frischem Kapital für härtere Zeiten im Schifffahrtsgeschäft rüsten. Wie das Unternehmen mit der größten Container-Flotte der Welt am Mittwoch in Kopenhagen mitteilte, sollen durch den Verkauf von 250.340 B-Aktien nach derzeitigem Kurs bis zu 9,2 Milliarden Kronen (1,2 Milliarden Euro) für Investitionen und Zukäufe in die Konzernkasse fließen. Nach Bekanntgabe der Aktienemission fiel der Maersk-Kurs an der Kopenhagener Börse um 7,6 Prozent auf 33,9 Kronen. Dänemarks mit Abstand größtes Industrieunternehmen ist im ersten Halbjahr vor allem durch Verluste aus dem Container-Frachtgeschäft in die roten Zahlen gerutscht. Zusätzlich setzte der niedrige Ölpreis dem auch in der Förderung von Nordsee-Öl und -Gas aktiven Konzern zu. Wegen der weltweiten Überkapazitäten und des Einbruchs bei den Frachtraten rechnet Maersk-Konzernchef Nils Andersen für die kommende Zeit mit einer „Marktbereinigung“ beim Schiffstransport. Auch der schärfste deutsche Maersk-Konkurrent Hapag-Lloyd hat mit massiven Schwierigkeiten zu kämpfen. Das Unternehmen musste letzte Woche mit einer Bürgschaft des Hamburger Senats über 923 Millionen Euro gestützt werden. (dpa)
Maersk kündigt Kapitalerhöhung an
Dänische Reederei A.P. Moeller-Maersk rüstet sich mit frischem Kapital für härtere Zeiten