Forst. Der von US-amerikanischen Investoren geplante Ausbau des Flugplatzes Cottbus-Drewitz zu einem internationalen Frachtflughafen hat einen Dämpfer erhalten. Die Flughafen Süd-Brandenburg - Cottbus GmbH sei vom Vertrag mit der US-Betreibergesellschaft Erie Drewitz International GmbH (EDI) zurückgetreten, teilte die Flughafengesellschaft heute mit. EDI gehört zu 100 Prozent der Erie Aviation Inc. aus dem US-Staat Pennsylvania. Die EDI-Führung bedauerte den Schritt. Die US-amerikanische Seite sei ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachgekommen, hieß es zur Begründung. Um das wirtschaftliche Potenzial des Standortes zu nutzen, bemühe man sich kurzfristig um neue Partner. US-Amerikaner hatten den Betrieb des Flugplatzes zum 1. Januar 2006 übernommen. Das Unternehmen wollte am Standort Drewitz langfristig etwa 35 Millionen Euro investieren. „Die Zusammenarbeit mit den Amerikanern ist unterbrochen, aber nicht abgebrochen“, sagte der stellvertretende Landrat der Kreises Spree-Neiße Olaf Lalk. Bei den Zahlungen der Amerikaner habe es Unregelmäßigkeiten gegeben. Eine Delegation aus Erie reise aber bereits an diesem Samstag an, um erneut Gespräche mit den Gesellschaftern und dem Aufsichtsrat des Flughafens zu führen. „Sie werden uns Offerten machen, und wir werden aufmerksam zuhören“, sagte Lalk. Der Spree-Neiße-Kreis ist Hauptgesellschafter der früheren Betreibergesellschaft. (dpa/tz)
Luftfracht: Ausbau des Flughafens Drewitz stockt
Neuer Partner für geplantes Brandenburger Luftfrachtdrehkreuz gesucht: US-Investoren offenbar in Zahlungsverzug