Luftfahrt-Bundesamt: 133 schwerwiegende Mängel an Flugzeugen

22.03.2010 16:43 Uhr
Flugzeug, Reparatur, Kontrolle
Im vergangenen Jahr wurden 1469 Ramp-Checks durchgeführt
©Foto: ddp/Kirsten Neumann

Unangemeldete Sicherheitskontrollen ergaben in 26 Fällen gravierende Missstände bei Flugzeugen ausländischer Airlines / Nur ein Starverbot wegen Überschreitung von Ruhezeiten des Flugpersonals

Braunschweig. Bei unangemeldeten Sicherheitskontrollen auf deutschen Flughäfen hat das Luftfahrt-Bundesamt im vergangenen Jahr 133 schwerwiegende Mängel an Flugzeugen ausländischer Airlines festgestellt. Häufigste Beanstandungen waren unter anderem mangelnde Flugvorbereitung und fehlende Dokumente wie Wetterinformationen, sagte eine Behördensprecherin am Montag in Braunschweig und bestätigte damit einen "Focus"-Bericht. Bei den 1469 sogenannten Ramp-Checks stellten Behördenmitarbeiter in 26 Fällen auch gravierende Missstände an Reifen oder Bremsen fest. Bei zwei Maschinen wurden Mängel am Triebwerk festgestellt. In einem Fall verboten die Kontrolleure den Start, weil das Flugpersonal die Flugdienst- und Ruhezeiten überschritten hatte. "Der Trend geht aber dahin, dass die Startverbote im Vergleich zum Ende der 90er Jahre weniger werden", sagte eine Behördensprecherin. Das hänge vor allem mit den flächendeckenden Vorfeldkontrollen der nationalen Luftfahrtbehörden in ganz Europa zusammen. Seit 1996 wurden insgesamt 42 Startverbote durch das Luftfahrt-Bundesamt ausgesprochen. Nach Angaben der Europäischen Kommission stehen derzeit fünf Fluggesellschaften auf der Schwarzen Liste. Für Air Koryo aus der Demokratischen Volksrepublik Korea, Air West aus dem Sudan, Ariana Afghan Airlines aus Afghanistan, Siem Reap Airways International aus Kambodscha und Silverback Cargo Freighters aus Ruanda gilt ein vollständiges Flugverbot in der Europäischen Union. (dpa)

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