Hamburg. Die wirtschaftlichen Auswirkungen von Logistik werden in den nächsten zwei Jahren ein Schwerpunkt in der Länderverkehrsministerkonferenz. Das kündigte Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) während einer Podiumsdiskussion in der Hamburger Landesvertretung in Berlin an. Pegel wird die Konferenz in den nächsten beiden Jahren als Vorsitzender leiten. Die Logistik muss sich die Aufmerksamkeit allerdings mit Themen wie "Radfahren" und Elektromobilität teilen. Pegel will mit seinen Ministerkollegen aus den 16 Bundesländern weniger über Regulierung als über Chancen der Logistik sprechen.
Ein besonderes Interesse des Ministers gilt der Logistik in ländlichen Räumen. "Ich frage mich, wie lange Versandhändler wie Amazon ihre Kunden auf dem Land noch zu gleichen Preisen bedienen", sagte Pegel. Logistik könne in manchen Regionen durchaus eine Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge werden.
Optimistisch im Hinblick auf die Elbvertiefung äußerte sich Hamburgs Staatsrat Andreas Rieckhof. Die Verschiebung des Urteils durch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig sei zwar für Hamburg enttäuschend gewesen. Letztlich werde der Rechtsstreit zwar das Großprojekt verzögern, aber nicht verhindern. (hel)