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LKW-Schwerpunktkontrolle: Polizei entsetzt und besorgt über gravierendste Mängel

LKW-Kontrolle an der A7
© Foto: Arndt

Mit den Beamten im Einsatz: Schwerste Defizite an der Fahrzeugtechnik / Dauerbrenner Lenk- und Ruhezeiten / Schwarzarbeit und illegaler Waffenbesitz


Datum:
14.10.2010
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von Eckhard-Herbert Arndt 

Allertal. Schwerste technische Mängel an den Fahrzeugen, Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten, illegale Beschäftigung und Verstoß gegen das deutsche Waffengesetz: Das ist das Delikspektrum einer LKW-Schwerpunktkontrolle, die am Dienstag auf der Autobahn 7 im Bereich der Raststätte Allertal durchgeführt wurde. Insgesamt 70 Beamte von Polizei, Zoll, BAG, Mitarbeiter der Gewerbeaufsicht und auch Feldjäger der Bundeswehr wirkten an er sechsstündigen Aktion mit. 88 Fahrzeuge und ihre Fahrer wurden aus dem laufenden Verkehr herausgewunken und näher kontrolliert.

"Die Beanstandungsquote ist zum wiederholten Mal besorgniserrend hoch", fasste der Einsatzleiter, Polizeihauptkommissar Oliver Kues, das Ergebnis zusammen. Was der Polizei besonderes Kopfzerbrechen bereite seien die "zum Teil ganz massiven technischen Mängel an den Fahrzeugen", so Kues. Etlichen Fahrern wurde daher noch an Ort und Stelle die Weiterfahrt untersagt, um die Mängel zu beseitigen oder beheben zu lassen. Einen weiteren Deliktschwerpunkt stellten die Verstöße gegen die Ladungssicherung und die Lenk- und Ruhezeiten dar. So kassierten die BAG-Beamten an Ort und Stelle 5.800 Euro an Sicherheitsleistungen für entsprechende Verstöße ein.

Zu den im Wortsinne herausragenden Fällen gehörte die Untersagung der Weiterfahrt an den Chauffeur eines niederländischen Schwerlasttransporters aufgrund eines schadhaften Reifens. Auf dem Auflieger stand eine ausgemusterte Bundeswehr-Panzerhaubitze. Der Fahrer musste den Reifen vor Ort wechseln. Im Fall eines rumänischen Lkw war ein Reifen derart mitgenommen, dass bereits die Lauffläche der Karkasse zum Vorschein kam. In einem anderen Fall machte sich ein rumänischer LKW-Fahrer bei der Polizei unbeliebt, als er der Aufforderung der Beamten, die Fahrzeugverplombung zu lösen, mit einem Butterflymesser nachkam. Als die Beamten das sahen, zögerten sie nicht lange. Gegen den Rumänen wird ein Strafverfahren wegen des illegalen Waffenbesitzes eingeleitet, da solche Messer in Deutschland verboten sind.

Der Fahrer eines Klein-LKW (3,5 Tonnen) hatte gleich mehrfach "gepunktet". So war das mit Frischgemüse beladene Fahrzeug nicht nur um knapp 40 Prozent überladen. Der Fahrer war auch Hartz-IV-Empfänger und ging somit einer illegalen Beschäftigung nach. Ihm droht unter anderem ein Bußgeld von 500 Euro. 

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