Berlin. Dafür haben sie gut fünf Monate Zeit, bevor die erweiterte Version am 1. Januar aktiviert wird - und die satellitengestützte Technik wie ursprünglich geplant ihre volle Leistungsfähigkeit bekommt. Die On-Board-Units (OBU) in den Fahrerhäusern sollen dann automatisch auch neue Anschlussstellen, zusätzliche mautpflichtige Straßen und flexible Tarife verarbeiten. Sechs Montage nach dem Beginn der Gebührenerfassung für schwere Lastwagen ist die Operation OBU 2.0 für das Betreiberkonsortium Toll Collect die nächste Etappe. Denn mit den Grundfunktionen läuft das System seit Neujahr weitgehend problemlos, nachdem sich der Start wegen vorheriger Pannen um 16 Monate verzögert hatte. Nun steht aber noch einmal eine Großaktion an: Rund 450.000 Lastwagen, die schon mit einem Mautcomputer unterwegs sind, müssen bis Jahresende in eine der 1900 Servicestellen kommen - die jetzige Software gilt 2006 nicht mehr. Die OBU bleibt eingebaut, die neue Software soll in etwa einer Stunde überspielt sein, Kosten entstehen nicht. Alle künftigen Änderungen bei Tarifkonditionen der Maut sind dann drahtlos per Mobilfunk aktualisierbar, versprechen die Techniker. Von einem glatten Übergang zur zweiten Stufe der Technik hängt für das Maut-Konsortium um die Deutsche Telekom und DaimlerChrysler viel ab. Denn nur in der ausgereiften Variante, die auch andere Dienste etwa zum Flottenmanagement oder Diebstahlsicherungen ermöglicht, hat die Technik "Made in Germany" das Zeug zum Exportschlager.
Lkw-Mautsystem vor neuer Bewährungsprobe
Beim Lkw-Mautsystem auf deutschen Autobahnen läuft der Countdown für die nächste Bewährungsprobe. Von diesem Montag an können sich Spediteure in der Werkstatt eine neue Software auf die Bordcomputer ihrer Lastwagen spielen lassen.