Wien. Der strenge Winter hat der Mautgesellschaft Europass einen Strich durch die ambitionierte Rechnung gemacht: Der ursprünglich angepeilte Starttermin für die österreichische Lkw-Maut (1. Oktober) muss verschoben werden, weil die Infrastruktur nicht rechtzeitig fertig wird. Vermutlich wird diese Abgabe deshalb erst ab 1. November fällig. Der vom Autobahnbetreiber Asfinag vorgegebene Terminplan – er sieht einen Start spätestens Anfang 2004 vor – könne aber "mit Sicherheit" gehalten werden, stellt dazu der Europass-Sprecher fest. Auch für den vorangehenden Testbetrieb mit 500 Lkw bleibe genügend Zeit. Inzwischen zweifelt EU-Verkehrskommissarin Loyola de Palacio daran, dass der geplante Kilometersatz von durchschnittlich 22 Cent gerechtfertigt ist. Ihr Kabinett prüft deshalb die Einleitung eines Verfahrens gegen Österreich. Im Wiener Verkehrsministerium zeigt man sich verärgert: "Wenn die EU das nicht akzeptiert, muss sie die Autobahnen nach Osteuropa selbst bauen." (vr/rv)
Lkw-Maut in Österreich voraussichtlich ab November
EU-Kommission nimmt Kilometergebühr von 22 Cent unter die Lupe