Frankfurt/Main. Als Folge der Lkw-Maut erwartet der Vorstand Kombinierter Verkehr bei DB Cargo, André Zeug, einen Anstieg des Güteraufkommens auf der Schiene in Höhe von fünf bis acht Prozent. Gegenüber der VerkehrsRundschau präzisierte Zeug seine Aussage dahingehend, dass diese Zugewinne nicht für alle Zweige gleichermaßen gelten. Mit einem überdurchschnittlichen Plus rechnet er beispielsweise im maritimen Kombinierten Verkehr (KV). Robert Breuhahn, Geschäftsführer bei Kombiverkehr, bezeichnete dieses Wachstum für sein Unternehmen als ambitioniert, aber als durchaus erreichbar. Derzeit führe man vielversprechende Gespräche mit Speditionen, die Kombiverkehr mit zusätzlichen Sendungen beauftragen wolle. Daher gäbe es auch Überlegungen, zusätzliche Zugverbindungen einzurichten. Da man aber auch hier noch mitten in den Verhandlungen stecke, wollte Breuhahn keine nähere Auskunft darüber geben, auf welchen Relationen mit neuen Zügen zu rechnen sei. Die Vorsitzende des Verwaltungsrates von Kombiverkehr, Gudrun Winner-Athens, erwartet von der Lkw-Maut vor allem eine psychologischen Effekt. Von der Maut gehe ein zusätzlich motivierender Faktor für die Speditionen und Verlader aus, sich mit dem KV zu befassen, sagte sie im Rahmen einer Pressekonferenz, auf der Kombiverkehr und DB Cargo Bilanz zogen anlässlich der gesellschaftlichen Verflechtung beider Unternehmen vor 18 Monaten. Winner-Athens konnte für ihr Unternehmen in den ersten fünf Monaten 2003 ein Wachstum im unbegleiteten KV in Höhe von 9 Prozent verkünden, davon 7 Prozent im nationalen und 13 Prozent im internationalen Verkehr. Als Erfolge dieser Zusammenarbeit bezeichneten Winner-Athens und Zeug die hohe Qualität im nationalen Netz Kombi-Netz 2000 +. Aber auch im internationalen Verkehr konnte die Qualität verbessert werden. So stieg beispielsweise die Pünktlichkeitsrate auf der Achse nach Italien über den Brenner von 46 Prozent auf 83 Prozent. (vr/cd)
Lkw-Maut: DB Cargo erwartet ein Plus zwischen 5 und 8 Prozent
Aufkommenswachstum bei Kombiverkehr bis Mai 2003 um bis zu neun Prozent