Bregenz/Innsbruck. Vorarlberg will die Ausdehnung des LKW-Nachtfahrverbots auf der Inntal-Autobahn nicht hinnehmen und hat dagegen beim Verfassungsgerichtshof geklagt. Nach Aussagen von Landeshauptmann Herbert Sausgruber bereite das Fahrverbot der Vorarlberger Wirtschaft arge Probleme. Die nur geringe Reduktion der Schadstoffbelastung im Inntal stehe dazu in keinem vernünftigen Verhältnis. Der Tiroler Verkehrslandesrat Hannes Gschwentner zeigt sich “bestürzt” über die konsequente Haltung Vorarlbergs. Die Grün-Politiker beider Bundesländer befürchten, dass dadurch die Glaubwürdigkeit der Transitgegner in Brüssel untergraben werde. Tatsächlich sei das erweiterte Nachtfahrverbot nicht besonders erfolgreich, äußerte Markus Widmann von der Tiroler Verkehrspolizei gegenüber der Zeitung “Kurier”. Aus Platzgründen können pro Nacht nur 70 widerrechtlich fahrende LKW zwangsweise abgestellt werden. Die übrigen fahren unbehelligt weiter. (rv)
LKW-Fahrverbot: Vorarlberg klagt
Die Verkehrspolizei kann aus Platzgründen pro Nacht nur 70 widerrechtlich fahrende LKW auf der Inntal-Autobahn aus dem Verkehr ziehen, alle anderen können unbehelligt weiter fahren