Genua. Wenn die italienischen Staatsbahnen weiter ihren Cargoservice abbauen, überlegt die Region Ligurien, sich an dem privaten Betreiber FER zu beteiligen. Das erklärte Regionspräsident Claudio Burlando vergangene Woche. Es gebe noch andere Initiativen, die die Region jederzeit unterstützen könne. „Ich verstehe die Staatsbahnen, dass sie Bereiche abstoßen will, bei denen sie nicht genug verdient", erklärte Burlando, „aber sie soll dann auch nicht andere Betreiber behindern, die diesen Service ausbauen wollen".
Denkbar, so der Präsident der Region Ligurien, sei aeine Zusammenarbeit von verschiedenen Unternehmen. Burlando nannte die Firma „Fuori Muro", die bereits im Hafen von Genua tätig ist oder die Hafenbehörde Savona, die über eigene Züge und Lokomotiven verfügt. Wichtig bei all diesen Plänen sei es jedoch, dass die Finanzierung der dritten Eisenbahntrasse nach Mailand nicht den Sparplänen der Regierung zum Opfer falle, unterstrich Burlando. (rp)