LH Cargo weiht Drehkreuz Krasnojarsk ein

04.06.2009 09:13 Uhr
Lufthansa Cargo
Der erste MD11-Frachter der Lufthansa ist in Krasnojarsk gelandet
©Foto: Lufthansa

Erster MD-11-Frachter der Lufthansa Cargo ist heute auf dem sibirischen Flughafen gelandet

Krasnojarsk. Der erste MD-11-Frachter der Lufthansa Cargo ist heute von Frankfurt kommend auf dem sibirischen Flughafen Krasnojarsk gelandet. Der mit 59 Tonnen Luftfracht beladene Flieger erreichte nach knapp sechsstündigem Flug um Punkt 12 Uhr Ortszeit den Airport von Krasnojarsk. Künftig will Lufthansa Cargo sämtliche Verkehre zwischen Europa und Fernost über den Flughafen der sibirischen Metropole führen. In der Pilotphase bis kommenden Juli werden es zunächst sieben Frequenzen pro Woche sein, die ab Juli auf 22 Starts und Landungen hochgefahren werden. Mit dem heutigen Datum zieht sich der deutsche Frachtkranich komplett aus der kasachischen Hauptstadt Astana zurück, die bisher für Zwischenlandungen auf den Umläufen zwischen Europa und Fernost genutzt wurde. Nötig sind diese technischen Stopps, damit die MD-11F aufgetankt werden können, da die Frachter nicht über die Reichweite verfügen, um beispielsweise Stecken wie Frankfurt-Osaka nonstop zu fliegen. Durch die Nutzung Krasnojarsks anstelle von Astana verkürzt sich die gesamte Flugzeit auf den Ost-West-Routen um gut zehn Minuten je Flug. Neben der Zeitersparnis wird dadurch auch weniger Kerosin verbraucht. Hinzu kommt, dass Flugzeugtreibstoff in Krasnojarsk preislich deutlich unter dem Preisnivea von Astana liegt, was zu weiteren Einsparungen führt, betonte Russland- und GUS-Chef der LH Cargo Christian Becker anlässlich der Erstlandung des auf den Namen des Hamburger Unternehmers Michael Otto benannten Frachters. Wie der Russlandbeauftragte der Lufthansa, der frühere Vorstandschef Heinz Ruhnau betonte, müsse das bilaterale Luftfahrtabkommen zwischen Deutschland und Russland dringend verändert werden Die heute bestehende Regelung erlaubt keinen kommerziellen Verkehr an einem als Zwischenlandepunkt wie Krasnojarsk definiertem Flughafen. „Die Lufthansa Cargo will in Sibirien künftig in Sibirien Fracht ein- und ausladen", plädierte Ruhnau für eine Novellierung der rechtlichen Rahmenbedingungen. (hs)

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