Rotterdam/Riga. Die Lettischen Staatsbahnen (LDZ) haben ihre Transportleistung im 1.Halbjahr 2008 deutlich steigern können. Das berichtet das „Niederländische Informationsbüro für den Schienengüterverkehr“ in Rotterdam. Danach wurden im aktuellen Berichtszeitraum rund 27,8 Millionen Tonnen transportiert, ein Zuwachs von gut 9,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum. Besonders stark legte das Import-Aufkommen zu, nämlich um gut 10,3 Prozent auf 23,2 Millionen Tonnen. Die Lettischen Staatsbahnen leben – wie auch die Bahnen in den beiden baltischen Nachbarrepubliken in einem bedeutenden Umfang vom Transitaufkommen. Russland führt traditionell größere Ladungsmengen über die Häfen des Baltikums aus beziehungsweise ein. Zwischen Januar und Juni beförderten die LDZ rund 10,3 Millionen Tonnen Import-Öl (plus 11,1 Prozent) beziehungsweise 8,8 Millionen Tonnen Kohle (plus 25,1 Prozent). Neben dem Hauptstadt-Hafen Riga spielt der Hafen Ventspils (ehemals Windau) bei der Abwicklung des seewärtigen Außenhandels Lettlands eine große Rolle. Beide Häfen verfügen über eine sehr gute Anbindung an das Schienennetz. Die LDZ bewirtschaften ein Streckennetz von gut 2400 Kilometer. (eha)
Lettische Staatsbahnen: Mehr Güter im 1.Halbjahr befördert
LDZ verzeichnet deutlichen Zuwachs um mehr als 9,3 Prozent gegenüber 1. Halbjahr 2007