Le Havre. Mit einer „außerordentlich positiver Umschlagbilanz“ wartet der französische Atlantik-Hafen Le Havre für 2007 auf. Wie die Hafenverwaltung PAH (Port Autonome du Havre) heute mitteilte, erreichte der Gesamtumschlag im Berichtsjahr rund 80 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Zuwachs von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zur Erinnerung: 2006 hatte der Hafen lediglich sein Vorjahresergebnis halten können. Zu den Erfolgsbereichen gehörte 2007 der Containerverkehr. Er erreichte mengenmäßig 26,4 Millionen Tonnen (plus 25,3 Prozent); auf der Grundlage der Standardcontainer (TEU) kamen 2,6 Millionen Einheiten zusammen, was einem Plus von rund 22 Prozent entspricht. Seit Februar 2007 bewegte der Hafen monatlich rund 200.000 TEU über seine Anlagen, wobei der Monat Oktober mit 250.000 TEU einen bis dato nicht gekannten Spitzenwert erbrachte. Der PAH führt das starke Wachstum unter anderem auf die Verfügbarkeit der neuen Containerterminal-Kapazitäten zurück. Sie entstanden im Rahmen des Ausbauprogramms „Port 2000“. Zur Einordnung: Unter den großen Universalhäfen in der Hamburg-Le Havre-Range schafften lediglich noch Zeebrügge (plus 24 Prozent) und Amsterdam (plus 21 Prozent) einen Zuwachs bei der TEU-Menge von über 20 Prozent. Die anderen Bereichen bestätigten den Aufwärtstrend des größten französischen Atlantikhafens: Der Umschlag trockenen Massengutes erreichte 4,8 Millionen Tonnen (plus 31 Prozent). Vor allem Umschlag von Kohle legte mit einem Plus von 34 Prozent rasant zu und erreichte bis Jahresende fast 2,4 Millionen Tonnen. An Flüssigladung gingen 46 Millionen Tonnen (minus 3,1 Prozent) über die Kaikanten. Darin waren rund 33 Millionen Tonnen Rohöl (minus 3,7 Prozent), eingeschlossen. Der RoRo-Verkehr erreichte 1,6 Millionen Tonnen, ein leichtes Minus in Höhe von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (eha)
Le Havre: Containerumschlag boomt
Neue Terminalkapazitäten kommen im Markt sehr gut an: Containerumschlag legt im Jahresvergleich um knapp ein Viertel zu