Der Skandal um verdeckte PR-Aktivitäten der Bahn weitet sich aus. Wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet, wurde im Zuge interner Ermittlungen festgestellt, dass 1,65 Millionen Euro für fingierte Meinungsartikel und andere PR-Aktivitäten ausgegeben hat, um die Öffentlichkeit zu beeinflussen. Bisher war eine Summe von 1,3 Millionen Euro die Rede. Warum es zu der Korrektur der Zahlen kam, wurde nicht bekannt. (tk) Umfirmierung -Aufgrund einer strategischen Neupositionierung und Erweiterung des Leistungsspektrums firmiert die DSL Fleetservices GmbH ab sofort unter dem Namen Fleetlevel+ Services GmbH. Wie der Spezialist für Fuhrpark- und Flottenmanagement am Donnerstag mitteilte, erfolgte der Eintrag in das Handelsregister am 23. Juni. Mit dem neuen Markenauftritt soll Fleetlevel+ als modernes und serviceorientiertes Unternehmen am Markt positioniert werden. In diesem Zusammenhang will der Konzern seine Geschäftstätigkeiten ausweiten und Kooperationen mit Leasinggesellschaften, Fahrzeugherstellern und -importeuren fördern. Solche Kooperationen seien besonders für Gesellschaften interessant, die eigene Full-Service- oder Fuhrparkmanagement-Leistungen wegen der dafür erforderlichen Kosten oder nicht vorhandenem Know-how nicht selbst anbieten können. (dpa) Akkreditierung -Fraport will sich für die CO2-Flughafenakkreditierung qualifizieren. Das gab der Frankfurter Flughafenbetreiber jetzt auf dem 19. Jahreskongress des Airports Council International ACI (Europe) im englischen Manchester bekannt. Die CO2-Akkreditierung ist eine Evaluierung und Anerkennung der Bemühungen auf Seiten der Flughäfen, die ihrer unmittelbaren Kontrolle unterliegende Kohlendioxidausstoßmengen zu drosseln. Die vierstufige Flughafenakkreditierung – Aufzeichnung, Verminderung, Optimierung und Neutralität – wird laut Fraport von der führenden Umweltfirma WSP Environmental durchgeführt und von einem unabhängigen Beratergremium überwacht. (ag) Börsengang - Die Hamburger Schifffahrtsfirma Vilmaris geht am Freitag an die Börse. Die Kommanditgesellschaft auf Aktien habe 30.100 vinkulierte Stückaktien zum Preis von 1000 Euro bei institutionellen Anlegern und vermögenden Privatpersonen platziert und so 30,1 Millionen Euro eingenommen, teilte Vilmaris am Donnerstag in Hamburg mit. Das Unternehmen will neue und gebrauchte Handelsschiffe kaufen und verchartern. Geplant sei der Aufbau einer kleinen Flotte von sechs bis acht mittelgroßen Containerschiffen und Massengutfrachtern. Vilmaris wolle von den günstigen Kaufgelegenheiten auf den zyklischen Schifffahrtsmärkten profitieren. (dpa) Verbände Personalie -Cecilia Battistello-Eckelmann, Präsidentin der Gruppe Contship Italia, ist auf der Jahresversammlung der Federation of European Private Port Operators (Feport) in Rom für ein weiteres im Präsidentenamt bestätigt worden. Cecilia Battistello ist die erste Frau, die dieses Amt bekleidet. Sie wird es damit für insgesamt 5 Jahre und 4 Monate ausüben, erklärte die Feport in einer Pressemitteilung. In ihrer Rede, mit der sie ihre Wiederwahl annahm, führte Frau Battistello aus: „Der Transport auf dem Meer ist essentiell für die europäische Wirtschaft. Deswegen ist es höchste Zeit, dass die politische Entscheidungsträger die Auswirkungen der Finanzkrise auf unseren Sektor zur Kenntnis nehmen.“ Staatshilfen, Konzessionen und Richtlinien für den Umweltschutz sollen darum die Schwerpunkte im nächsten Jahr der Präsidentschaft werden. Neben Cecelia Battistello wurden acht Direktoren in den Führungsstab gewählt: die Vertreter von Belgien, Frankreich, Niederlanden und Spanien/Portugal sowie von APM Terminals, DP World, Eurogate und Hutchinson Port Holding. (rp) Wirtschaft Aufruf -Die Handelskammer Hamburg hat den Senat aufgerufen, auf die geplante Einführung einer Umweltzone im kommenden Jahr zu verzichten. „Damit ist in Hamburg weder der Umwelt noch der Wirtschaft gedient“, sagte Kammerpräses Frank Horch am Donnerstag bei einer Veranstaltung in der Handelskammer. Er habe auf Grundlage zahlreicher Studien und Erfahrungswerte in anderen Städten erhebliche Zweifel, dass eine Umweltzone die Luftqualität in Hamburg tatsächlich verbessern würde. (dpa) Prognose -Die rasant steigende Pleitewelle in der deutschen Wirtschaft gefährdet in diesem Jahr voraussichtlich deutlich mehr als eine halbe Million Arbeitsplätze. Angesichts der zunehmenden Pleiten von Großunternehmen wie Arcandor und Qimonda hob Creditreform am Donnerstag die Jahresprognose an. Demnach werden 2009 schätzungsweise 540.000 Mitarbeiter von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffen sein. Bislang war die Wirtschaftsauskunftei von 510.000 ausgegangen. Allein im ersten Halbjahr waren mehr als eine Viertelmillion Beschäftigte von Insolvenzanträgen betroffen. Das sind über 50 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. (dpa) Politik Piratenverfolgung -Hamburg soll nach dem Willen des Niedersächsischen Justizministers Bernd Busemann (CDU) Standort eines Internationalen Gerichtshofs zur Strafverfolgung von Piraten werden. In der Hansestadt sei der Internationale Seegerichtshof bereits auf seerechtliche Fragen spezialisiert, sagte Busemann am Donnerstag nach der Konferenz der Justizminister in Dresden. Ergänzt werden müsste in Hamburg nur eine Strafkammer, erläuterte Busemann. Auch seien dort bereits Hafteinrichtungen vorhanden. Ein Internationaler Gerichtshof könnte für eindeutige Regeln sorgen, da bislang nicht klar sei, was mit durch ein deutsches Gericht Verurteilten geschehen solle. (dpa)
Kurz vermeldet: 25. Juni 2009
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