Kurz vermeldet: 21. Mai 2010

21.05.2010 10:30 Uhr
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Aktuelle Kurznachrichten und Unternehmensmeldungen des Tages

Unternehmen

Einstellungen - Der Flugzeugbauer Airbus will in diesem Jahr 1700 neue Stellen schaffen. "Insgesamt wollen wir in diesem Jahr 1700 neue Mitarbeiter einstellen, davon rund 800 in Deutschland. Die meisten davon dürften in Hamburg gebraucht werden", sagte Airbus-Chef Thomas Enders dem "Hamburger Abendblatt" (Donnerstag-Ausgabe). Der europäische Hersteller übergab am Mittwoch in Hamburg den ersten Riesenjet A380 an die Deutsche Lufthansa. Für 2010 rechnet Enders mit insgesamt 300 Bestellungen von Flugzeugen - so viele wie im Jahr 2009. Mehr als 20 davon dürften A380 sein, sagte der Airbus-Chef. Die Lufthansa will bis zum Herbst insgesamt vier Riesen-Airbus-Jets einsetzen, die nach Tokio, Peking und Johannesburg fliegen sollen. (dpa)

Asche-Folgen - Das mehrtägige Flugverbot in Teilen Europas nach dem Vulkanausbruch in Island wird die Bilanz von Air Berlin stark belasten. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft bezifferte den "wirtschaftlichen Schaden" im April auf 40 Millionen Euro. In dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Zwischenbericht hielt das Management dennoch an seiner Prognose fest, in diesem Jahr das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Vorjahres zu übertreffen. Es lag 2009 bei 28,5 Millionen Euro. Die Vorhersage gelte aber nur, wenn nicht noch einmal Vulkanasche den Flugbetrieb beeinträchtigen werde. Wie bereits am Dienstag gemeldet, erwirtschaftete Air Berlin im ersten Quartal 2010 einen operativen Verlust von 98,6 Millionen Euro. (dpa)

Politik

Verkehrsplanung - Bundesverkehrs- und bauminister Peter Ramsauer will den Verbrauch von Flächen für Straßen und Bauten reduzieren. In den Jahren 2005 bis 2008 gingen pro Tag rund 104 Hektar für Verkehr und Siedlungen verloren, teilte der CSU-Minister am Mittwoch in Berlin mit. Das entspreche rund 149 Fußballfeldern. In den Jahren 2000 bis 2004 wurden mit 115 Hektar pro Tag mehr Straßenflächen verbraucht. "Wir wollen für Verkehrsprojekte und Siedlungsbau künftig weniger Neuland in Anspruch nehmen", kündigte Ramsauer an. (dpa)

Verkehr

Gefahrguttransporte - Die Tunnelkette an der A 71 Erfurt-Schweinfurt soll künftig auch für Gefahrguttransporter passierbar werden. Derzeit prüfe eine Arbeitsgruppe unter Federführung des Verkehrsministeriums verschiedene Modelle, sagte Ministeriumssprecher Fried Dahmen am Donnerstag in Erfurt. Denkbar sei beispielsweise eine in Österreich gängige Variante, bei der Gefahrguttransporter auf Plätzen gesammelt und dann nachts durch die Tunnel eskortiert werden. Nicht geklärt sei bislang, für welche Gefahrgut-Klasse der Rennsteigtunnel geöffnet werde. Verkehrsminister Christian Carius (CDU) plädierte für eine möglichst baldige Öffnung der Tunnel, damit die Gefahrguttransporter nicht mehr wie bisher durch die Ortschaften fahren müssten. Die Arbeitsgruppe will nach der Sommerpause ihre Ergebnisse vorlegen. (dpa)

Kiesbett - Das landesweit einzigartige Notfall-Kiesbett für Lastwagen an der Gefällstrecke der Autobahn 7 vor der Werrabrücke bei Hann.Münden kann nicht mehr genutzt werden. Die Anlage sei gesperrt, denn es fehle an Geld, um das inzwischen komplett durchwurzelte Kiesbett instand zusetzten, sagte der Leiter der Autobahnmeisterei Göttingen, Martin Rohloff, am Donnerstag. Im jetzigen Zustand könne das Notfallbett einen Lkw mit Bremsversagen nicht mehr stoppen. Das Kiesbett war 1991 nach schweren Lkw-Unfällen vor der damaligen Brückenbaustelle eingerichtet worden. Seit 15 Jahren habe aber kein Lkw die Einrichtung genutzt, sagte Rohloff. (dpa)

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