Mit einer Fackel-Kette zwischen Hamburg und Cuxhaven haben am Samstag nach Veranstalterangaben mehrere tausend Menschen gegen die geplante Elbvertiefung protestiert. Ein weiteres Ausbaggern der Fahrrinne gefährde die Sicherheit der Deiche, sagte der Sprecher des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Hamburg, Manfred Braasch. Es sei nicht hinnehmbar, dass neben dem Bau eines Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven auch die Weser bei Bremen und die Unterelbe ausgebaggert werden sollen. „Um weitere Umweltzerstörungen zu stoppen, muss endlich ein Hafenkonzept für die deutsche Nordseeküste erstellt werden“, forderte Braasch. Die Polizei zählte rund 2000 Teilnehmer. Die Veranstaltung sei friedlich verlaufen, sagte ein Sprecher. (dpa) Postliberalisierung - Mehr als 1000 Postmitarbeiter haben heute im mittelhessischen Alsfeld gegen die geplante Liberalisierung des Briefmarktes und einen drohenden Stellenabbau protestiert. Die für das nächste Jahr geplante Abschaffung des Briefmonopols der Deutschen Post bedrohe Tausende Arbeitsplätze, sagte eine Gewerkschaftssprecherin. „Die skandalösen, weitestgehend nicht Tarifverträgen unterliegenden Arbeitsbedingungen bei den privaten Briefzustellern führen zu Druck auf die Postbeschäftigten“, sagte die Gewerkschafterin. (dpa) Geschäftszahlen - Für 2006 meldet die Logistik-Kooperation Synlog ein auf knapp 4,2 Millionen Sendungen gesteigertes Transportvolumen. Die Kooperation konzentriert sich auf Logistikdienstleistungen für Bau- und Heimwerkermärkte sowie Gartenfachmärkte und Gartencenter im Stückgutverkehr. (tz) Politik Rücktritt gefordert - Das Bündnis „Bahn für Alle“ aus Gewerkschaften und Umweltgruppen hat Bahnchef Hartmut Mehdorn Versagen vorgeworfen. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer forderte auf einer Tagung des Bündnisses in Berlin den Rücktritt von Mehdorn, heißt es in einer am Sonntag verbreiteten Presseerklärung des Bündnisses. Die Bahn erfüllt nach den Worten von Scheer nicht ihren gesetzlich definierten Auftrag. (dpa) Kritik - Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat der deutschen Autoindustrie erneut Versagen beim Klimaschutz vorgeworfen. Gabriel sagte, die deutschen Hersteller seien „technisch beim Klimaschutz nicht auf Ballhöhe“. Er verstehe nicht, warum die Branche Wettbewerbschancen verstreichen lasse wie schon beim Katalysator und dem Partikelfilter. Der stellvertretende Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Automobilindustrie (VDA), Thomas Becker entgegnete, im Deutschlandradio Kultur am Samstag, sowohl der VDA als auch deutsche Autohersteller hätten sich frühzeitig um das Thema Klimaschutz gekümmert. (dpa/tz) Einschränkungen - Bahnreisenden in Niedersachsen drohen nach Einschätzung des Fahrgastverbandes Pro Bahn wegen des wachsenden Güterverkehrs möglicherweise schon bald Fahrplaneinschränkungen. Das Streckennetz der Deutschen Bahn sei für den erwarteten Anstieg des Güterverkehrs unzureichend gerüstet, sagte der Pro-Bahn- Landesvorsitzende Björn Gryschka in einem dpa-Gespräch in Bad Salzdetfurth. „In den nächsten zwei, drei Jahren kann es Probleme im Personenverkehr geben.“ Alleine 2006 habe der Güterverkehr um rund zehn Prozent zugelegt. (dpa/tz) Wirtschaft Galileo - Spanien hat den Vorwurf zurückgewiesen, es blockiere das Projekt des europäischen Satelliten-Navigationssystems Galileo. „Wir treten nur für das ein, was 2005 vereinbart wurde“, zitierte die Madrider Zeitung „El País“ am Samstag einen hohen spanischen Regierungsbeamten in Brüssel. Demnach sei damals ausgehandelt worden, dass Spanien zwei Kontrollzentren erhalte. Deutschland und Italien versuchten nun, dieses Abkommen auszuhöhlen und mehr Kompetenzen zu erhalten. Bei dem Treffen der EU-Verkehrsminister werde Spanien in der kommenden Woche auf die Einhaltung dieser Vereinbarungen von Ende 2005 pochen. (dpa)
Kurz vermeldet: 19. März 2007
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