Die Deutsche Bahn kann ihr europäisches Güterverkehrsnetz ausbauen und die private polnische Bahn PCC Logistics kaufen. Die EU-Kommission gab am Freitag in Brüssel grünes Licht für die Übernahme. Die Transaktion habe keinen entscheidenden Einfluss auf den Wettbewerb, hieß es. Bei PCC Logistics sind rund 5800 Mitarbeiter beschäftigt, der Umsatz liegt bei etwa 350 Millionen Euro. Damit ist PCC Logistics nach Angaben der Deutschen Bahn das größte private Eisenbahnunternehmen in Polen. Es soll zum „zentralen Standbein in Osteuropa“ werden. Die Kaufsumme lag laut Medienberichten im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. (dpa) Entführung -Das vor der Küste des Sultanats Oman von Piraten entführte deutsche Frachtschiff „Charelle“ hat somalische Gewässer erreicht. Stärke, Nationalität und Gesundheitszustand der Mannschaft seien noch unklar, sagte der Sprecher des NATO-Marine-Hauptquartiers, Kommandeur Chris Davies, am Samstag im britischen Northwood der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die acht vermutlich somalischen Seeräuber hätten noch keinen Kontakt nach außen aufgenommen. Die Piraten hatten die «Charelle» nach Angaben des Internationalen Schifffahrtsbüros (IMB) am Freitagnachmittag rund 50 Kilometer südlich der Küstenstadt Ras Al Marakah in ihre Gewalt gebracht. (dpa) Unternehmen Großauftrag -Die Deutsche Post hat mit ihrem DHL-Logistikgeschäft einen Großauftrag der britischen Lebensmittelkette Iceland erhalten. Der Fünf-Jahres-Vertrag habe einen Wert von 500 Millionen Pfund (rund 580 Millionen Euro), teilte die Deutsche Post DHL am Montag in Bonn mit. DHL ist für die Lagerung und Distribution der Waren von Iceland in Großbritannien zuständig und soll auch die Expansion mit neuen Verkaufsstellen mit vorantreiben. Mehr als 1600 DHL-Mitarbeiter sind für die Bewirtschaftung der vier Iceland-Zentrallager und die Belieferung der inselweit über 800 firmeneigenen Iceland-Shops zuständig. (dpa) Verzicht - Auch bei der Schweizer Fluggesellschaft Swiss reagiert man auf die Krise mit Sparmassnahmen: So hat die Geschäftsleitung auf ein halbes Monatssalär verzichtet. Zudem haben alle Kader die Order, nach Einsparungen zu suchen, wie ein Swiss-Sprecher in einem Interview mit einer Schweizer Sonntagszeitung betonte. Der Rotstift wird aber auch beim Personal und bei den Crew-Unterkünften angesetzt. Derzeit gilt bei Ersatz- und Neueinstellungen Zurückhaltung. Zusätzlich soll auch bei der Werbung gespart werden. Das Sparprogramm soll Einsparungen in einem hohen zweistelligen Millionenbetrag bringen, ist man bei der Swiss überzeugt. Noch härter trifft es die Cargo- und Wartungsfirmen. SR Technics muss laut Sprecher Marco Imboden in Zürich bis zu 300 Stellen streichen. Seit Anfang Jahr ging das Umschlagsvolumen nicht zuletzt wegen der sinkenden Exportzahlen um bis zu 30 Prozent zurück, wie auch zahlreiche Spediteure bestätigen. (hrk) Verkehr -Nach dreijähriger Bauzeit ist die neue Gablenzbrücke an der südlichen Spitze der Kieler Förde endgültig frei für den Verkehr. Kiels Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz (CDU) und Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Jörn Biel (parteilos) durchschnitten am Sonntag ein über die Fahrbahn gespanntes Band und fuhren dann in Oldtimer-Korse in Richtung Gaarden. Der 30,6 Millionen Euro teure Brückenneubau wird vom Land mit rund 22,6 Millionen Euro aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz Schleswig-Holstein (GVFG- SH) und aus Mitteln des Finanzausgleichsgesetzes (FAG) gefördert. Er ersetzt die alte Brücke von 1910 als wichtige Straßenverkehrsverbindung zwischen West- und Ostufer. (dpa)
Kurz vermeldet: 15. Juni 2009
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