Wirtschaft
Vulkanasche - Die Flugverbote nach dem Vulkanausbruch auf Island haben die deutsche Luftfahrt stark belastet. Wie das Magazin "Focus" unter Berufung auf Angaben der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) berichtet, fertigten die 23 internationalen Airports im April nur 12,4 Millionen Passagiere ab. Das waren 2,5 Millionen oder 16,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Von Januar bis März gab es noch ein Plus von vier Prozent. Gleichzeitig verlangsamte sich das Wachstum im Frachtverkehr von 24,1 Prozent im ersten Quartal auf 16,5 Prozent im Aschewolkenmonat April. "Zu Jahresbeginn spürte die Branche Aufwind", sagt ADV-Chef Ralph Beisel dem Magazin. "Den hat die Vulkanasche abrupt gestoppt."(dpa)
Unternehmen
Integration - Die russische Aeroflot Cargo wurde kürzlich durch ein Schiedsgericht offiziell als bankrott erklärt. Im Juni 2009 stimmten die Teilhaber des Unternehmens aufgrund von angehäuften Verlusten in Höhe von 140 Millionen US-Dollar (rund 113 Millionen Euro) der Auflösung zu. Die Betriebsgenehmigung wurde laut der Londoner International Freighting Weekly im November aufgehoben. Das Geschäft von Aeroflot Cargo wurde von der Muttergesellschaft Aeroflot Russian Airlines übernommen. Ein neuer Frachtbereich betreibt nun die drei MD-11-Frachtflugzeuge des aufgelösten Unternehmens. Zudem übernimmt der ehemalige Geschäftsführer Olef Korolev die Leitung der transferierten Angestellten. (rup)
Neuer Webauftritt - Mit einem erneuerten Webauftritt ist der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) seit wenigen Tagen wieder im Netz. Die Besucher von www.spediteure.de erwartet neben Informationsinhalten auch ein erweiterter Nutzwert. So gibt es Dienstleistungen, wie beispielsweise ein Beraternetzwerk, eine Warentransportversicherung oder den "Plusbrief individuell" zu Sonderkonditionen für die spezielle Zielgruppe Spedition und Logistik. (ab)
Nordic-Werften - Der vergangene Woche ausgehandelte Beschäftigungspakt bei den Nordic-Werften ist perfekt. Sowohl die IG Metall Küste als auch Nordic-Eigner Witali Jussufow hätten den Vertrag innerhalb der Erklärungsfrist unterschrieben, sagte IG-Metall-Sprecher Heiko Messerschmidt am Montag der dpa. Laut Vertrag sollen zum 1. August 700 unbefristete Arbeitsstellen geschaffen werden, 100 davon in Warnemünde. Weitere 500 Jobs seien in Aussicht gestellt worden, falls Verhandlungen zum Bau von Offshore-Anlagen erfolgreich verlaufen. "Wir gehen davon aus, dass die Beschäftigten in den kommenden Tagen informiert werden", sagte Messerschmidt. (dpa)
Verkehr
Hafenverlegung - Das lettische Finanzministerium hat bei der Europäischen Kommission einen Zuschuss von 77 Millionen Euro für eine Verlagerung von Teilen des Hafens der Hauptstadt Riga beantragt. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf umgerechnet 185 Millionen Euro, erklärte das Ministerium laut der Nachrichtenagentur BNS. Der Hafen soll auf die Halbinsel Krievu am westlichen Düna-Ufer verlegt werden und dort 2014 in Betrieb gehen. Dort ist unter anderem auf einer Fläche von 56 Hektar die Errichtung von vier Anlegern für Schüttgut sowie der Bau von Zufahrtsstraßen und -gleisen geplant. Gegenwärtig befindet sich der lebhafteste Teil des Hafens, darunter auch das Fährterminal, in unmittelbarer Nähe der historischen Innenstadt Rigas. Der Hafenumzug soll es zudem erlauben, den Güterverkehr besser auf beide Flussufer zu verteilen. (ld)