Grevenmacher. Die Covid-19-Pandemie hat Logwin Logistics im ersten Halbjahr 2020 wirtschaftlich zugesetzt. Wie der Logistikkonzern kürzlich mitteilte, sanken der Umsatz auf 537,7 Millionen Euro (2019: 560,1 Millionen Euro) und das operative Ergebnis (EBITA) auf 18,2 Millionen Euro (2019: 23,9 Millionen Euro). Logwin reagierte auf die Corona-Krise nach eigenen Angaben mit einer Vielzahl von Maßnahmen, um vor allem die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen und die Lieferketten der Kunden abzusichern. Mitarbeiter seien etwa ins Homeoffice oder in Kurzarbeit geschickt worden.
Die Konzernbereiche entwickelten sich im ersten Halbjahr unterschiedlich: Das Geschäftsfeld Air + Ocean erreichte laut Logwin insgesamt noch eine leichte Umsatzsteigerung auf 379,9 Millionen Euro (2019: 370,2 Millionen Euro). Rückläufige Volumina in der Luft- und Seefracht wurden demnach durch deutlich gestiegene Frachtraten kompensiert. Volumenbedingt sank das EBITA allerdings auf 19,9 Millionen Euro (2019: 22,0 Millionen Euro).
Kontraktlogistik: Operativen Ergebnis um zwei Drittel eingebrochen
Im Geschäftsfeld Solutions verzeichnete Logwin in den ersten sechs Monaten ein Umsatzrückgang auf 157,8 Millionen Euro (2019: 189,9 Millionen Euro), der auf die stark rückläufige Mengen im Retail-Transportnetzwerk zurückzuführen gewesen sei. Die Ladenschließungen im Einzelhandel und die nur schrittweisen Wiederöffnungen sowie die Zurückhaltung der Kunden angesichts der Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Covid-19-Pandemie belasteten die Entwicklung in diesem Bereich demnach erheblich. Darüber hinaus trugen weggefallene Aufträge und der Verkauf eines Standortes der Kontraktlogistik laut Logwin zum Umsatzrückgang bei. Unter dem Strich brach das EBITA auf 1,8 Millionen Euro ein (2019: 5,5 Millionen Euro).
Aufgrund der Corona-Krise hat der Logwin-Konzern seine Prognose für das Gesamtjahr 2020 im Vergleich zu den Angaben im Jahresfinanzbericht 2019 angepasst und erwartet nunmehr ein gegenüber dem Vorjahr deutlich rückläufiges EBITA. (ag)