Basel. Der Operateur des Kombinierten Verkehrs Schiene/Straße konzentriert sich gleichzeitig auf die intermodalen Transporte zwischen Westeuropa und Mittel-, Ost- sowie Südosteuropa und auf die Shuttleverkehre mit der Schweiz. Im Geschäftsjahr 2004 beförderte ICF nach eigenen Angaben insgesamt 702.800 TEU, was gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 4,3 Prozent bedeutet. Der Umsatz betrug 261 Millionen Euro (minus 5,6 Prozent). Das Geschäftsjahr 2004 schliesst mit einem Nettoverlust von 8,6 Millionen Euro ab. Darin sind dem Kombi-Operateur zufolge größere außerordentliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem im Jahr 2004 verabschiedeten Restrukturierungprojekt enthalten. Die Märkte entwickelten sich für ICF im Geschäftsjahr 2004 unterschiedlich: Im Verkehr zwischen den Deutschen Seehäfen, Rotterdam und der Schweiz sowie von und nach den Ländern Mittel- und Südosteuropas konnte der Operateur nach eigenen Angaben teilweise zweistellige Zuwachsraten einfahren. Dagegen zeigten die Verkehre auf den Nord–Süd-Routen von Belgien nach Frankreich, Spanien, Italien und vice versa eine negative Tendenz. Die Gründe hierfür sieht ICF in der mangelhaften Traktionsqualität, externen wirtschaftlichen Einflüssen und starken Preiserhöhungen, die dem Markt nicht weitergegeben werden konnten.
Kombiverkehr-Operateur ICF restrukturiert Verkehre
Nach einem Volumen- und Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2004 ordnet sich Intercontainer-Interfrigo (ICF) neu und stellt ab Mitte Juli die Transporte auf den Nord-Süd-Routen zwischen Belgien und Frankreich, Spanien sowie Italien ein.