Wien/Österreich. Kombiverkehr zeigt sich besorgt über die derzeitige Diskussion zur Einführung von Gigaliner in Deutschland. „Wenn die Gigaliner kommen, bedeutet das einen massiven Eingriff in den Wettbewerb unter den Verkehrsträgern“, sagte Armin Riedl, Geschäftsführer bei Kombiverkehr, anlässlich der Vorstellung eines Positionspapiers zur künftigen Verkehrspolitik in Wien. Die großvolumigen Fahrzeuge würden den Preis pro Tonne beim LKW verringern. Riedl befürchtet daher, Sendungen könnten von der Schiene wieder zur Straße abwandern: „Wenn dann pro Zug 20 Prozent weniger Sendungen transportiert werden, rentiert sich womöglich der gesamte Zug nicht mehr, so dass die restlichen Sendungen auch per LKW transportiert werden.“ In dem Positionspapier stellt Kombiverkehr weitere Forderungen auf, wie den Ausbau des Schienennetzes und die Entlastung des Kombinierten Verkehrs von der Autobahnmaut. Zudem kündigte der Operateur an, zukünftig sein Angebot auf der Route nach Südosteuropa zu erhöhen. Bis 2010 will das Unternehmen die Zahl der Züge von 70 auf 140 pro Woche verdoppeln. (cd)
Kombiverkehr gegen die Einführung von Gigaliner
Operateur stellt verkehrspolitisches Positionspapier vor