Wiesbaden. 2003 wurden im kombinierten Verkehr insgesamt 205 Millionen Tonnen Güter befördert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts entfiel dabei gut zwei Drittel der Menge (141 Millionen Tonnen) auf den Seeverkehr, ein knappes Viertel wird auf der Schiene transportiert (49 Mio. Tonnen), weitere 15 Millionen Tonnen Güter werden per Binnenschiff befördert . Der kombinierte Verkehr im Seeverkehr besitzt demnach den höchsten Anteil. Fast jede zweite Tonne (48,8 Prozent) wird dort intermodal transportiert. Im Straßenverkehr wurden knapp 78 Millionen Tonnen mit Containern im kombinierten Verkehr oder unimodal befördert, dies seien nicht einmal drei Prozent der gesamten beförderten Tonnage per LKW. Im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums hat das Statistisches Bundesamt ein Forschungsprojekt zum kombinierten Verkehr durchgeführt. Als ein Ergebnis stellten die Statistiker fest, dass in Deutschland der kombinierte Verkehr im Wesentlichen in zwei Formen stattfindet: Als Verteilerverkehr von den Seehäfen Hamburg beziehungsweise Bremen/Bremerhaven ins Hinterland sowie als einfache Transportkette per Bahn oder Binnenschiff, mit einem kurzen Vor- oder Nachlauf mit Transport auf der Straße. Der kombinierte Verkehr stellt nach den Ergebnissen der Studie für alle Verkehrsträger einen wesentlichen Wachstumsfaktor dar. Für Schiff und Bahn wächst der Anteil der intermodal beförderten Güter deutlich überproportional gegenüber dem Gesamtgüterverkehr. (sb)
Kombinierter Verkehr: 205 Millionen Tonnen befördert
Der kombinierte Verkehr ist ein wesentlicher Wachstumsfaktor für den Gesamtgüterverkehr, dies bestätigt eine Studie des Statistischen Bundesamts