Rotterdam. Die großen niederländischen Seehäfen Rotterdam und Amsterdam werden trotz des sich abzeichnenden Klimawandels und den damit verbundenen Schwankungen der Flusspegelstände für die Binnenschifffahrt langfristig erreichbar bleiben. Zu diesem Ergebnis kommen das niederländische Metereologische Institut KNMI und die Freie Universität Amsterdam in einer gemeinsamen Studie, meldet das niederländische Informationsbüro für die Binnenschifffahrt in Rotterdam. Darin untersuchten die Experten die Auswirkungen der Klimaveränderung auf die großen Flusssysteme in den Niederlanden – und Europa bis zum Jahr 2050. Selbst wenn es zu einer Häufung von sehr heißen Sommern komme – wie es zum Beispiel der Sommer 2003 war –, wären die beiden großen Seehäfen für die Binnenschifffahrt ansteuerbar. Auf zwei schnell zu realisierende Lösungen verweisen die Fachleute: Zum einen müssten leichtere Schiffe konstruiert werden, so dass durch die Gewichtsersparnis Ladungskapazität gewonnen wird. Zum anderen müssten die Schiffe in Zukunft, bei besonders niedrigen – oder auch hohen – Wasserständen mit geringeren Lasten beladen werden. Rotterdam und Amsterdam wickeln nach Ermittlungen des Informationsbüros rund 50 Prozent ihres Güteraufkommens per Binnenschiff ab. Daher seien diese beiden Häfen sehr darauf angewiesen, dass der Verkehrsträger Binnenschiff langfristig für den Hinterlandverkehr zur Verfügung steht. Der Rotterdamer Hafen will dem Büro zufolge den Anteil des Binnenschiffs am Modal Split in den kommenden Jahren sogar noch um gut fünf Prozent erhöhen. (eha)
Klimawandel: Binnenschiff kann Seehäfen weiter ansteuern
Die großen niederländischen Seehäfen Rotterdam und Amsterdam werden trotz des sich abzeichnenden Klimawandels für die Binnenschifffahrt langfristig erreichbar bleiben