Paris. Nicht das lothringische Transport- und Logistikunternehmen, sondern dessen Kunde Hewlett-Packard (HP) sei der wahre Arbeitgeber am Logistikstandort Woippy gewesen. Dies ist Kern der Klage, mit der die bei FM Logistic vertretenen Gewerkschaften gemeinsam vor Gericht gegangen sind. Hintergrund ist die im Januar erfolgte Ankündigung, dass die 489 Stellen in Woippy bis 2010 gestrichen werden sollen, weil der Elektronikkonzern beschlossen habe, die entsprechenden Aktivitäten aus Kostengründen nach Malaysia zu verlagern. Die Klage wegen „unzulässigem Arbeitskräfte-Verleihs" richtet sich gegen die Verantwortlichen der beiden Unternehmen in Frankreich und auch in Deutschland, wie die Zeitung „Les Echos“ meldet. Ihr angeschlossen ist eine Zivilklage mit dem Ziel, die Falschdeklarierung als Arbeitgeber durch FM Logistic gerichtlich bestätigt zu bekommen. Die Firma hatte kürzlich erklärt, sie werde rund 100 bisherige Lohnverpackungs-Arbeitsplätze im Lebensmittelbereich vom heimischen Standort Moulins-lès-Metz nach Woippy verlagern, um den dortigen auch nach dem Ausscheiden von HP beizubehalten. (jb)
Klage gegen FM Logistic und Hewlett-Packard
Gewerkschaften wehren sich gegen Stellenstreichungen am Standort Woippy