Rostock. Die deutsch-dänische Fährreederei Scandlines AG hat ihre Position als Marktführer auf der Ostsee ausgebaut. Die Kartellbehörden in Deutschland und Estland genehmigten die Übernahme zweier Frachtlinien zwischen Rostock-Helsinki und Helsinki-Muuga (Estland), wie Scandlines am Donnerstag in Rostock mitteilte. Scandlines erwirbt damit die Aktivitäten der T&E ESCO RORO Line AS (Tallinn), die künftig unter Scandlines Estonia AS firmiert.
Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Auf den beiden Linien werden auch weiterhin die eingecharterten Fähren "Lembitu" und "Lehola" verkehren. Die Reederei betreibt nun 16 eigene Fährverbindungen zwischen Deutschland, Dänemark und Schweden sowie in die baltischen Staaten und Finnland. Im Vorjahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 450,6 Millionen Euro und einen Nachsteuer-Gewinn von 63,1 Millionen Euro. Bis 2005 plant Scandlines Investitionen in Höhe von 60 Millionen Euro. (vr/dpa)