Durch die Übernahme des Anbieters von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware für das Enterprise Resources Planning (ERP) sei nicht zu erwarten, dass es in diesem Marktsegment zu einer marktbeherrschenden Stellung kommt, begründen die Wettbewerbshüter ihre Entscheidung. Die Entscheidung war so zu erwarten, da der Markt, besonders in Deutschland, stark fragmentiert und von vielen mittelständischen Anbietern geprägt ist. Der britische Navision-Konkurrent Sage war bei verschiedenen Landeswettbewerbsbehörden vorstellig geworden, um die Fusion zu verhindern. Das Unternehmen befürchtet ein Microsoft-Monopol bei ERP-Software für kleine und mittlere Unternehmen. Gut ein Jahr vor der Navision-Akquisition hatte das US-Unternehmen bereits die auf dem gleichen Gebiet tätige Firma Great Plains übernommen. Für die Beurteilung durch die EU-Kommission ist die Fusion zu klein.
Kartellamt: Microsoft darf Navision kaufen
Das Bundeskartellamt hat nichts dagegen, dass der Softwarekonzern Microsoft die dänischen Softwarefirma Navision kauft.